Irans Zentralbank verbannt Kryptogeschäfte

Irans Zentralbank verbietet nationalen Banken und anderen Finanzinstituten jetzt offiziell die Handhabung von Kryptowährungen, wie Reuters am Sonntag, den 22. April berichtet. Die Zentralbank hatte im Dezember 2017 erstmals Geldwäsche-Bedenken in einem Rundschreiben ausgesprochen,

wovon die staatlich geleiteten Nachrichtenagentur IRNA einen Teil veröffentlichte:

"Banken und Kreditinstitute sowie Währungstauschbörsen sollten jeglichen Kauf oder Verkauf dieser Währungen unterlassen, ebenso wie jegliche Maßnahmen zu deren Werbezwecken."

Heute, am 23. April veröffentlicht Radio Free Europe/ Radio Liberty (REFRL) weitere Abschnitte auf dem Dezember-Rundschreiben:

"Alle Kryptowährungen können als Hilfsmittel bei der Geldwäsche und zur Finanzierung von Terrorismus genutzt werden und können im Allgemeinen zu einem Mittel werden, um kriminelles Geld zu transferieren."

Abgesehen von dem Bann versucht die Nation sich im Augenblick gegen eine mögliche Erneuerung der US-Sanktionen am 12. Mai zu wappnen, die bereits zu einem Abfall der Nationalwährung auf bisher unbekannte Tiefen gesorgt haben. Reuters berichtet, dass der Iran seine offiziellen und offenen Marktwechselkurse vereinheitlicht und alle Geldwechselaktivitäten außerhalb der Banken verboten hat, um die maroden Finanzinstitute des Landes zu stützen und weitere Währungseinbrüche aufzuhalten.

Der Iran hat seit Februar eine deutlich härtere Haltung gegen Krypto eingenommen, nachdem lokale Medien berichteten, dass die Zentralbank alles "kontrollieren und einschränken" will, was sie als "höchst unsichere und risikobehaftete" digitale Währungen betrachtet.

Im gleichen Zeitraum wurde bekannt, dass der Iran die Ausgabe einer staatlich gestützten digitalen Währung untersucht, woraufhin Vergleiche mit Venezuelas zentral ausgegebenem Petro aufkamen, den viele als gerissene Reaktion Venezuelas auf die lähmenden internationalen Sanktionen betrachten.