Chinesische Behörden beschlagnahmen knapp 7.000 Mining-Geräte

Die chinesischen Behörden haben knapp 7.000 Mining-Geräte beschlagnahmt, die illegale Stromnutzung betrieben haben sollen.

Die Beschlagnahmung geschah im Rahmen einer Prüfung von mehr als 70.000 Haushalten, 3.061 Einzelhändlern, 1.470 Gemeinden sowie Fabriken, Dörfern und Minen im Distrikt Kaiping, der wiederum der Stadt Tangshan angehört. Die Untersuchungen wurden von der Polizei Tangshan in Zusammenarbeit mit dem Energieministerium und anderen betroffenen Aufsichtsbehörden durchgeführt, um den illegalen Verbrauch von Strom zu bekämpfen.

Die Untersuchung wurde bereits im vergangenen April eingeleitet, wobei nun insgesamt 6.890 Mining-Geräte und 52 Starkstrom-Transformatoren sichergestellt wurden. Laut Angaben der Polizei hatten die Krypto-Miner unberechtigt Strom aus einem nahegelegenen Dorf geklaut. Mining-Geräte sollen Rund-um-die-Uhr betrieben worden sein, weshalb sie bis zu das 40-Fache eines durchschnittlichen Haushaltes verbraucht haben.

Behörden kämpfen zunehmend gegen Krypto-Mining

China ist für knapp 66% der weltweiten Mining-Power, besser bekannt als Hashrate, verantwortlich. Im Zuge dessen ist die illegale Nutzung von Strom für Krypto-Mining zu einem echten Problem geworden, gegen das die heimischen Behörden verstärkt vorgehen. So haben zum Beispiel die Aufsichtsbehörden der chinesischen Provinz Innere Mongolei im November Untersuchungen gegen Mining-Unternehmen eingeleitet.

Auch in anderen Ländern ist die illegale Stromnutzung durch Krypto-Miner zunehmend ein Thema. So hat Abchasien zum Beispiel einen verstärkten Bedarf in seinen Stromnetzen festgestellt, der wohl größtenteils durch Mining-Farmen entstanden ist, die sich illegal ans Netz anschließen.

Die iranischen Behörden haben derweil eine Belohnung für die Offenlegung illegaler Krypto-Miner ausgesprochen. Da das Land seine Stromnutzung subventioniert, ist das Mining hier umso lukrativer. Um dem entgegenzuwirken versprechen die Behörden eine Belohnung in Höhen von bis zu 20% des entstandenen Schadens für Informationen über illegale Stromnutzung zum Zwecke des Minings.