Trading-Service hilft Bithumb, 1 Mio. gestohlene XRP zurückzuholen

Der in Hong Kong ansässige Trading-Abwicklungsdienst Changelly hat bekanntgegeben, dass er der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb dabei geholfen hat, 1.063.500 Ripple (XRP) wiederzuholen, die zuvor im Juni bei einem Hacker-Angriff gestohlen wurden. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom 26. Oktober hervor.

Im Juni 2018 hatten Hacker Bithumb, die größte Kryptobörse Südkoreas, attackiert. Als Sicherheitsexperten den Diebstahl bemerkten, wurde der Betrieb der Börse vorübergehend eingestellt, wobei alle Guthaben der Kunden in sogenannte „Cold-Wallets“ um transferiert wurden.

Bithumb hatte hierdurch ursprünglich Kryptowährungen im Wert von 30 Mio. US-Dollar verloren, jedoch konnten 4 Monate später ca. 14 Mio. US-Dollar der entwendeten digitalen Vermögenswerte wiedergewonnen werden.

Laut Ilya Bere, Geschäftsführer von Changelly, hat sein Unternehmen Bithumb und der südkoreanischen Polizei unverzüglich Hilfe angeboten. Dabei benutzte der Trading-Dienstleister spezielle Anti-Geldwäsche (AML) Algorithmen, die auf bösartige Adressen angesetzt wurden, die zuvor von Bithumb erkannt worden waren. So konnte man schließlich verhindern, dass auffällige Transaktionen abgewickelt wurden.

So konnte Changelly eine beträchtliche Menge an verdächtigen Kryptowährungen sichern, die zum Zeitpunkt des Hacker-Angriffes einen Gegenwert von 585.00 US-Dollar hatte. Bere meint in diesem Zusammenhang weiter, dass der Fall eine Symbolwirkung für die ganze Branche haben könnte:

„Dies ist ein Präzedenzfall, der zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Krypto-Unternehmen einen positiven Effekt auf die Branche haben kann, indem der Krypto-Handel dadurch sicherer wird.“

Der Bithumb-Hack ist einer der größten Angriffe im Jahr 2018, wodurch sogar der Bitcoin (BTC) Kurs um 200 US-Dollar gefallen ist. Lediglich der Angriff auf die japanische Kryptobörse Zaif war in diesem Jahr höher, wobei 59 Mio. US-Dollar an Kryptowährungen gestohlen worden sind.