KPMG: Kryptowährungen sind „eine große Sache“, brauchen institutionelle Investoren

Die niederländische Wirtschaftsberatung KPMG hat am 15. November eine optimistische Studie über Kryptowährungen veröffentlicht, in der es heißt, dass es institutionelle Investoren braucht, damit die Branche ihr „volles Potenzial entfalten“ kann.

Die Studie namens „Institutionalisierung von Krypto-Anlagewerten“ betrachtet den Eintritt institutioneller Investoren in den Kryptomarkt, wobei erörtert wird, welche Gründe und „Herausforderungen“ es dafür gibt, außerdem wird erklärt, was es braucht, damit Kryptowährungen eine „vollwertige Anlageklasse“ werden.

Krypto-Vermögenswerte haben Potenzial. Damit sie dieses Potenzial aber realisieren können, benötigt es die Institutionalisierung“, so die Autoren der Studie. Dazu führen sie aus:

„Institutionalisierung bezeichnet den weitreichenden Markteintritt von Banken, Wertpapierhändlern, Börsen, Zahlungsdienstleistern, Fin-Tech Unternehmen und sonstigen Organisationen, die dem globalen Finanzsystem angehören. Wir denken, dass dies für den Kryptomarkt der nächste notwendige Schritt ist, um Vertrauenswürdigkeit und Größe zu gewinnen.“

Wie Cointelegraph zuvor berichtete, hatte KPMG sich zunächst dem Risikomanagement der Blockchain-Technologie gewidmet. Ähnliche wie andere Wirtschaftsberatungen stand die Firma den Kryptowährungen zu Beginn skeptisch gegenüber.

Die Schreibweise der neuen Studie stellt also eine Richtungsänderung dar, wobei das Unternehmen besonders auf das sogenannte „Krypto-Bashing“, also das Heruntermachen von Kryptowährungen, verzichtete. Andere Finanzinstitute wie die Europäische Zentralbank und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich hatten zuletzt in diese kritische Kerbe geschlagen.

Laut KPMG ist Krypto eine „große Sache“, die „Aufmerksamkeit verdient“.

„Krypto macht positive und negative Schlagzeilen, wobei die Debatte zwischen den Befürwortern und Kritikern noch längst nicht beendet ist“, so die Studie. Und weiter:

„Im Jahr 2018 gab es eine Welle von neuen Markteintritten, darunter Handelsplattformen für Tokens, Stablecoins und traditionelle Finanzinstitute, die ihre eigenen Kryptoprodukte und -dienstleistungen anbieten. Krypto-Vermögenswerte können jetzt nicht mehr ignoriert warden.”

Auch andere Experten sind der Meinung, dass die Kryptowährungen ihre Schwächephase hinter sich lassen können und durch den Markteintritt der institutionellen Investoren wieder nach oben klettern werden. Nächsten Monat soll mit dem Start der Plattform Bakkt der inoffizielle Startschuss dafür gegeben werden.

Die Veröffentlichung der KPMG Studie geht zufällig mit einem plötzlichen Kurssturz aller großen Kryptowährungen einher. Als Hauptgrund wird die unsichere Zukunft von Bitcoin Cash angeführt, die viertgrößte Kryptowährung hinsichtlich der Marktkapitalisierung.