Ex-CEO der BTC-e-Tochter WEX in Italien verhaftet

Der ehemalige CEO der inzwischen stillgelegten Kryptobörse WEX, einem Ableger der umstrittenen Börse BTC-e, wurde in Italien verhaftet.

Bislang keine offizielle Stellungnahme

Dmitri Wassiljew, der die Börse BTC-e unter dem Namen WEX.nz im September 2017 neu eröffnete, wurde von italienischen Staatsanwälten festgenommen. Obwohl bisher keine offizielle Stellungnahme veröffentlicht wurde, berichtete BBC Russia am 19. Juli über die Verhaftung. In dem Bericht wurden ein ungenannter Freund von Vasilev und zwei anonyme WEX-Investoren als Quelle angegeben. Der Grund für die Inhaftierung ist bisher noch unklar.

Im April 2019 hat die Polizei der kasachischen Stadt Almaty gegen Wassiljew ermittelt, da ihm vorgeworfen wurde, mutmaßlich einen lokalen Investor um 20.000 US-Dollar über die Börse WEX betrogen zu haben, wie die Krypto-Medienplattform Forklog berichtete. Dem Bericht zufolge wurde der 32-jährige Verdächtige per internationalen Haftbefehl auf dem Gebiet der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten gesucht.

WEX, eine Tochter des Unternehmens BTC-e, geriet schnell unter Verdacht.

Gegen die stillgelegte Firma BTC-e, die Muttergesellschaft von WEX, wird immer noch in einem Betrugsfall ermittelt. Griechenland und die Vereinigten Staaten untersuchen dabei einen Betrug in Höhe 4 Mrd. US-Dollar. Der mutmaßliche Gründer Alexander Vinnik befindet sich derzeit bei der griechischen Polizei in Haft, so BBC fest. 

Nachdem Vinnik im Jahr 2017 verhaftet worden war führte Wassiljew die Börse unter dem Namen WEX fort. Bald darauf wurden Berichte öffentlich, denen zufolge sie verdächtige Tendenzen aufwies, wie etwa überhöhte Bitcoin (BTC)-Kurse im Vergleich zum globalen Durchschnitt. Schließlich hat WEX im Juli 2018 die Auszahlungen eingestellt, was Nutzer als Signal dafür deuteten, dass die Plattform ein Betrug sei.

Ende 2018 hat die führende globale Börse und Krypto-Handelsplattform Binance Gelder aus Wallets, die mit WEX in Verbindung standen, eingefroren, nachdem Benutzer behaupteten, dass die Börse Geldwäsche betreibe.

Unterdessen kämpfen die russischen Behörden weiterhin um die Auslieferung von Vinnik an Russland. Der russische Menschenrechtsbeauftragte hat kürzlich den Hohen Beauftragten der Vereinten Nationen für Menschenrechte gebeten, bei der Auslieferung des mutmaßlichen Kriminellen zu helfen.