Griechenlands Oberster Gerichtshof entscheidet sich zur Auslieferung Vinniks nach Russland

Das Oberste Zivil- und Strafgericht Griechenlands hat sich für die Auslieferung des vermeintlichen BTC-e-Besitzers Alexander Vinnik nach Russland entschieden, wo er sich diversen Cyberbetrug-Anklagen stellen muss, wie die staatliche Nachrichtenagentur Russlands RIA Novosti am Dienstag, den 4. September schreibt.

Die formelle Entscheidung zur Abschiebung nach Russland wird am 14. September verkündet und tritt am selben Tag in Kraft.

Während der tatsächlichen Anhörung wird der Oberste Gerichtshof auch Frankreichs Forderung hinsichtlich der Abschiebung des vermeintlichen BTC-e-Besitzers berücksichtigen.

Laut RIA stimmte Vinnik seiner Abschiebung nach Russland zu. "[Dieser Fall] liegt nun in den Händen von Politikern und deren Wille", sagte sein Anwalt Timofey Musatov.

Die USA, Frankreich und Russland argumentieren derzeit über den endgültigen Abschiebungsort Vinniks. Diverse griechische Gerichte haben sich zuvor für alle drei Standorte ausgesprochen, doch die finale Entscheidung bleibt dem griechischen Justizminister überlassen.

Vinnik wurde im Juli 2017 von der griechischen Polizei verhaftet, nachdem das US-amerikanische Justizministerium ihn wegen Betrug und Geldwäsche in der Höhe von rund 3,44 Mrd. Euro in Bitcoin (BTC) verurteilt hatte

Frankreich klagte Vinnik später mit dem "Betrug von über 100 Personen in sechs französischen Städten zwischen 2016 und 2018" an.

Zur gleichen Zeit schritt auch die russische Regierung ein und forderte die Auslieferung des russischen Staatsbürgers in sein Heimatland. Die Geldsumme, die Vinnik laut Russland zahlen muss, beträgt 667.000 Rubel (rund 8.437 Euro), wie RIA letztes Jahr berichtete.

Wenige Tage vor der finalen Anhörung am Obersten Gerichtshof warf Vinniks Anwalt Makarov den französischen Strafverfolgern vor, versucht zu haben, Vinnik ohne die Zustimmung der griechischen Beamten zu befragen, wie Cointelegraph letzte Woche berichtete.