EY Stadtwerkestudie 2019: Interesse an Blockchain in österreichischer Energiewirtschaft rückläufig

Die Erwartungen an Blockchain-Technologie hat sich im österreichischen Energiesektor gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Dies ermittelte die Wirtschaftsberatung EY in ihrer am 6. September veröffentlichten Stadtwerkestudie 2019.

Blockchain-Begeisterung geht zurück

Mit einem großflächige Einsatz von Blockchain-Technologie im österreichischen Energiesektor ist aufgrund der Erhebung in absehbarer Zeit offenbar nicht zu rechnen. EY schreibt dazu:

“Inwieweit die Blockchain-Technologie zukünftig im energiewirtschaftlichen Umfeld eingesetzt wird, bleibt abzuwarten, denn nach dem anfänglichen Hype messen nur noch 24 Prozent der Energieversorger (2018: 32 Prozent) dieser Technologie eine entscheidende Bedeutung bei.”

Hinsichtlich des Stands der digitalen Transformation und der Implementierung neuer Technologien zeigt sich laut EY allerdings ein gemischtes Bild. Das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz (KI) wie auch Robotics haben laut EY gegenüber der letzten Befragung signifikant an Bedeutung gewonnen.

Blockchain im deutschen Energiesektor

In Deutschland zeichnet sich in Bezug auf Blockchain-Technologie im Energiesektor ein positiveres Bild ab. Was die technischen Anforderungen betrifft, attestierte die Deutsche Energie-Agentur (dena) der Blockchain-Technologie in 10 von 11 Anwendungsfällen schon heute einen mittleren bis hohen Erfüllungsgrad und bei mehreren wirtschaftlichen Einsatzgebieten einen auch ökonomisch hohen Nutzen.

Die deutsche Bundesregierung will den Einsatz von Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft darüber hinaus laut ihrer jüngst vorgestellten Blockchain-Strategie fördern. Prüfen will man etwa den möglichen Nutzen einer Blockchain-basierten Erfassung und Steuerung von Energieanlagen mithilfe von Smart-Meter-Gateways.