Facebook überarbeitet Richtlinien zu Blockchain- und Krypto-Werbung

Anzeigen, die mit Blockchain-Tech, Branchennachrichten sowie Veranstaltungen und Lehrmaterialien für Kryptowährungen im Zusammenhang stehen, können nun ohne vorherige Genehmigung auf Facebook geschaltet werden. Der Social-Media-Riese hat dies am 8. Mai auf Facebook Business bekanntgegeben.

Das ist eine Änderung im Vergleich zum letzten Jahr, als Facebook eine Richtlinie in Kraft setzte, laut der Krypto- und Blockchain-Werbung eine vorherige Zustimmung erforderte, bevor diese geschaltet werden konnte. In der Pressemitteilung heißt es außerdem, dass diese Änderung nicht für Anzeigen gilt, die eine bestimmte Kryptowährung bewerben. Auch Werbung für Initial Coin Offerings (ICOs) ist weiterhin verboten.

Der Zweck dieser Einschränkungen sei es, zu verhindern, dass Facebook-Nutzer irreführender Werbung zum Opfer fallen. Werbetreibende, die für ein bestimmtes Produkt werben möchten, wie beispielsweise eine bestimmte Kryptowährung, eine Kryptowährungsbörse oder Mining-Soft- und Hardware, müssen eine umfassende und strenge Hintergrundüberprüfung über sich ergehen lassen. Dabei wird auf folgende Aspekte geachtet:

"...Lizenzen, die sie erhalten haben, unabhängig davon, ob sie an einer öffentlichen Börse gehandelt werden (oder eine Tochtergesellschaft einer öffentlichen Gesellschaft sind) und andere relevante öffentliche Hintergrundinformationen über ihr Geschäft."

Wie Cointelegraph bereits berichtete, wurde die Entscheidung von Facebook vom Januar 2018, Kryptowährungs- und ICO-Werbung insgesamt zu verbieten, als unnötig und schlecht für die technologische Entwicklung kritisiert. Dejun Qian, der Gründer von FUSION, hatte dazu kommentiert:

"Diese Richtlinie wird Leute definitiv vor den Betrügereien von böswilligen Projekten schützen. Eine "bewusst breit angelegte" Richtlinie ist jedoch immer der einfachste Weg und nicht unbedingt der beste Weg für die Entwicklung der Technologie. Ich glaube nicht, dass ein Verbot von E-Commerce-Werbung mit der Begründung, dass Leute ja gefälschte Produkte kaufen könnten, eine gute Idee ist."

Anfang dieser Woche soll sich Facebook die Rechte an der Marke "Libra" für sein geheimes Kryptowährungsprojekt gesichert haben. Das Unternehmen soll umgerechnet rund 894 Mio. Euro aufbringen wollen, um einen firmeneigenen Token zu entwickeln, der angeblich auf Facebook, Instagram und WhatsApp verwendet werden könnte.