Finanzindustrie nennt Googles Krypto-Werbeverbot

Unternehmen und Investoren wetterten diese Woche gemeinschaftlich gegen Google und dessen Verbot von Krypto-Werbungen, das seit dem 1. Juni ausgeübt wird, wie The Independent heute, am 4. Juni berichtet.

Der kontroverse Schritt, welchen der Internetgigant offiziell im März ankündigte, konnte weder Bitcoin noch die Altcoin-Märkte nachweislich beeinflussen und der BTC-USD-Kurs verteidigt neue Unterstützung bei rund 6.424 Euro (7.500 US-Dollar).

Die Preise sind übers Wochenende deutlich angestiegen und springen um fast 343 Euro (400 US-Dollar) auf über 6.641 Euro (7.750 US-Dollar).

Während auf eine Korrektur gewartet wird, steht Google zunehmend in der Kritik für die Entscheidung, Werbeinhalte mit Krypto-Bezug zu verbieten, während es Blockchain-Technologien verfolgt.

"Ich verstehe, dass Facebook und Google unter großem Druck stehen, das zu regulieren, was ihre Nutzer lesen, aber sie bewerben weiterhin Glücksspiel-Webseiten und andere unethische Praktiken", so Phillip Nunn, Geschäftsführer der britischen Investmentfirma Blackmore Group mit einem Verwaltungsvermögen von 70 Mio. Pfund, gegenüber dem Nachrichtendienst.

Sowohl Facebook als auch Twitter haben in diesem Jahr ähnliche Schritte eingeleitet, um Krypto-Werbeschaltungen zu verbieten, obwohl der Geschäftsführer des letzteren sogar voraussagte, dass Bitcoin bis zum Jahr 2028 zur "einzigen Währung der Welt" avancieren würde.

Nunn vermutet gerichtete Bemühungen und suggeriert, dass sich Google ähnlich wie Facebook darauf vorbereitet, eine eigene, digitale Wertanlage auf den Markt zu bringen.

"Ich vermute, dass das Verbot umgesetzt wurde, um potenziellen Plänen nachzukommen, in naher Zukunft eine eigene Kryptowährungen auf den Markt zu bringen, und die Entfernung anderer Krypto-Anzeigen ermöglicht es, das zu ihren eigenen Bedingungen zu tun", so Nunn.

Die britische Bank Revolut, die im April eine 214-Mio.-Euro-Fundraising-Runde abschloss, um die 1,45 Mrd. Evaluation zu erhalten, warnte davor, dass die Maßnahme darin versagen, legitime Unternehmen von Betrügern zu unterscheiden.

"Leider wird die Tatsache, dass dieses Verbot ein pauschales Verbot ist, dazu führen, dass auch legitime Kryptowährungsgeschäfte, die wertvolle Dienste für die Nutzer bieten, unfair ins Kreuzfeuer gelangen", kommentierte Ed Cooper, Leiter des Bereichs Digital Banking bei Revolut.

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