Ex-Trump-Berater Steve Bannon bezeichnet Krypto als “revolutionär”, plant Markteintritt

Stephen Bannon, Mitbegründer von Breitbart News und ehemaliger Chef-Stratege im Kabinett von U.S. Präsident Donald Trump, plant seinen Eintritt in die Kryptobranche, wie die New York Times am heutigen 14. Juni berichtet.

Laut New York Times befindet sich Bannon derzeit in der Planungsphase für seinen Vorstoß in Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO). Des Weiteren hat Bannon wohl schon private Treffen mit Kryptoinvestoren und Hedge Fund Managern gehabt, um die Möglichkeit der Herausgabe eines eigenen ICOs, durch seine Investmentfirma Bannon & Company, auszuwerten.

Allerdings sagte Bannon der New York Times, dass er keine näheren Angaben zu seinen Plänen machen wolle, da seine umstrittene Reputation den Erfolgschancen seiner Projekte womöglich schaden könnte.

Bannon, der nach Aussagen der Times einen ordentlichen Anteil an Bitcoin (BTC) hat, war zuvor Leiter des neu-rechten Medienportals Breitbart News, bis Januar diesen Jahres. Danach war er Mitglied der Regierung von Trump, ehe er im August 2017 entlassen wurde. Seine kritischen Äußerungen über den Präsidenten, im Buch Fire and Fury von Michael Wolff, waren hierfür der wahrscheinliche Auslöser.

Bannons Interesse an Krypto wurde, Berichten zufolge, wohl durch den Krypto-Unternehmer Brock Pierce geweckt. Im Spiele-Unternehmen von Pierce war Bannon zuvor als Vize-Vorsitzender tätig. Gegenüber der New York Times gibt er an, dass seine Tätigkeit unter Trump ihn davon abgehalten habe, schon 2016 gemeinsam mit Pierce in Krypto einzusteigen.

Timothy Lewis, Mitbegründer des Ikigai Krypto Hedge Funds, sagte der New York Times, dass er von Bannons Wissen über die Krypto-Technologie „beeindruckt“ gewesen wäre, als er ihn im vergangenen Monat getroffen hatte, um über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Krypto und ICOs zu sprechen:

„Ich wusste eingangs nicht, was mich erwarten würde, aber er hatte seine Hausaufgaben gemacht.”

Wie die New York Times weiter berichtet, hatte Bannon die Idee zu seiner eigenen Kryptowährung schon diesen Frühling in Harvard angedeutet. Scherzhaft bezeichnete er diese als „Deplorables Coin“ in Anlehnung an den Ausspruch von Hillary Clinton, dass alle Anhänger Trumps eine „Ansammlung von Abschaum“ sein.

Im März hatte Bannon in Zürich noch den Einsatz von Kryptowährungen zur Unterstützung der Anti-Europa Bewegung gelobt.

Sein derzeitiges Interesse an Krypto hat die Chance für Nationalstaaten im Blick, ihre eigene Kryptowährung, basierend auf dem nationalen Wohlstand, aufzubauen. In diesem Kontext nennt er das Beispiel einer italienischen Digitalwährung, die durch den Marmorbestand des Landes gesichert ist:

„Für mich war ziemlich offensichtlich, dass für alle diese politischen Bewegungen die Kontrolle über die eigene Währung entscheidend ist, um nicht denjenigen unterworfen zu sein, die die Währung tatsächlich kontrollieren.”

Außerdem ist Bannon der Meinung, dass Krypto den Bürgern die Macht wiedergeben kann, die die Zentralbanken ihnen weggenommen haben, indem sie „die Währung verhunzten” und die Bürgern zu „Sklaven der Schulden“ machten.

„Kontrolle über die Währung ist Kontrolle über alles […] Das ist disruptiver Populismus. Damit wird die Macht von den Oberen zurückgewonnen, wahrlich revolutionär.“

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