GMO Internet legt Produktion von Mining-Hardware nieder

Der große japanische Internet-Konzern GMO Internet Group zieht sich vollständig aus der Produktion von Mining-Hardware zurück, wie Cointelegraph Japan am 25. Dezember unter Bezugnahme auf ein öffentliches Dokument berichtet.

In dem Schreiben trägt GMO einen „außerordentlichen Verlust“ für das vierte Quartal 2018 vor und vermeldet in diesem Zusammenhang, dass Mining-Hardware „nicht länger entwickelt, hergestellt und verkauft wird“. So heißt es im Wortlaut:

 „Im Hinblick auf die derzeitige Marktlage geht das Unternehmen davon aus, dass es schwierig wird, die Verluste der Mining-Produktion wiedergutzumachen, weshalb Entwicklung, Herstellung und Verkauf von Mining-Geräten eingestellt wird, was zu einem außerordentlichen Verlust führt.“

Des Weiteren verzeichnet auch der hausinterne Mining-Betrieb von GMO starke Verluste, weshalb dieser nun „in eine Region mit ökologischerer und kostengünstigerer Stromversorgung verlegt wird“.  

Hiermit ist GMO zum jüngsten Opfer der schwachen Kryptomärkte geworden, wobei die fallenden Kurse eine negative Auswirkung auf die Rentabilität der gesamten Mining-Branche haben.

Cointelegraph hatte zuletzt berichtet, dass in China Mining-Hardware schon massenweise entsorgt wird. Selbst eine Branchengröße wie Bitmain musste nun ebenfalls den Rotstift ansetzen.

Zunächst musste das Unternehmen sein Blockchain-Förderzentrum in Israel schließen, woraufhin es nun sogar Meldungen gibt, dass eine etwaige Kündigungswelle vorbereitet wird, die nahezu die Hälfte der Belegschaft von 2.500 Mitarbeitern betreffen könnte.

GMO verzeichnet für das vierte Quartal einen konsolidierten Verlust von 35,5 Mrd. Yen (320 Mio. US-Dollar) für die oben genannten Mining-Geschäftsfelder.

Das Unternehmen weist allerdings darauf hin, dass die „finanzielle Integrität“ durch die Verluste unberührt bleibt.

Im November hatte der Konzern für das Q3 noch ein „Rekordhoch“ des Krypto-Geschäfts ausgewiesen, wobei der Verkauf von Mining-Hardware hierin enthalten war. Die Gewinne wurden damals noch auf 2,6 Mrd. Yen (22,8 Mio. US-Dollar) beziffert.