Grafikkartenhersteller senken Julipreise nach Krypto-Markteinbruch

Angeblich soll der kürzliche Einbruch im Krypto-Markt diverse Grafikkartenanbieter zu Preissenkungen bewegt haben, wie das Tech-Outlet DigiTimes am 29. Juni berichtete.

Unbenannte Quellen aus den "Upstream-Lieferketten" sagten DigiTimes, dass der Verkauf von ASIC-Krypto-Mining-Hardware negativ beeinflusst wurde, mit einem prognostizierten Preisverfall von 20 Prozent für Juli. Unter den betroffenen Unternehmen befinden sich die taiwanesische Halbleiterfirma Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, sowie ihr Design-Service-Partner für integrierte Schaltungen Global Unichip.

DigiTimes merkt an, dass das Inventar des globalen Grafikkartenmarktes mehrere Millionen Einheiten übersteigt. Die US-amerikanische Firma Nvidia, ein weiterer Grafikkartenproduzent, soll laut den Quellen rund eine Million GPU-Sets bereithalten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die Markteinführung der neuen Generation Nvidia-GPUs bis zum Ende des vierten Quartals 2018 verschoben wurde.

Im Mai meldete Nvidia, dass im ersten Quartal rund 247 Mio. Euro (289 Mio. US-Dollar) mit dem Verkauf von Prozessoren an den Kryptomarkt erwirtschaftet wurden, wobei aufgrund der Marktkorrektur ein Rückgang um zwei Drittel für das zweiten Quartal vorhergesagt wird. Ebenfalls im Mai meldete der chinesische ASIC-Hersteller Bitmain, dass die Firma aufgrund der strikteren Krypto-Regulationen in China einen Umschwung auf AI in Erwägung zieht.

Ende Juni warnten zwei Analysten Investoren der Firma Advanced Micro Devices Inc. (AMD) davor, dass der Aktienpreis fallen würde, wenn die Nachfrage für Krypto-Mining-Aktivitäten zurückgeht.