Ledger, ein Service für Hardware-Wallets, hat angekündigt, seinen Sitz auf New York auszuweiten, um damit sein Dienstleistungsangebot für institutionelle Investoren direkter gestalten zu können. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 26. November zugespielt wurde.
Der Dienst namens Ledger Vault war schon im Mai in den Frühstart gegangen, nun hat das Unternehmen einen ehemaligen Manager des Börsenbetreibers Intercontinental Exchange (ICE) abgeworben, weshalb Demetrios Skalkotos jetzt die globale Leitung für das Projekt übernimmt.
„New York City ist das Zentrum der Finanzwelt, darum ist es nur passend, dass wir den Sitz von Vault Ledger in diese Region verlagert haben“, so Ledger Geschäftsführer Pascal Gauthier in der Mitteilung.
Immer mehr Unternehmen zielen auf die Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren ab, Ledger schließt sich damit vielen anderen Firmen an, die sich auf die steigende Nachfrage der Großkunden vorbereiten.
Die oben genannte Intercontinental Exchange steht kurz davor, ihre Handelsplattform Bakkt an den Start zu bringen. Obwohl es dabei eine fast sechswöchige Verzögerung gab, ist geplant, dass ab Ende Januar Bitcoin-Futures mit behördlicher Genehmigung angeboten werden können.
Im Gegensatz dazu bietet Ledger Vault Verwahrungsdienstleistungen an, wobei mehrere große Unternehmenskunden auf dieselben „Cold-Storage“ Wallets zugreifen können. Im Juli hatte Ledger vermeldet, dass 2017 mehr als eine Millionen Hard-Wallets verkauft wurden. In einem nächsten Schritt will man deshalb Investitionskapital von Tech-Riesen wie Samsung und Google einsammeln.
Laut Skalkotos gibt es bereits Anfragen von möglichen Kunden, die sichere Depot-Lösungen für Großunternehmen benötigen.
„Die sichere Verwahrung von großen Krypto-Fonds ist eine komplizierte Herausforderung, die nicht nur durch den Einsatz technischer Verfahren gemeistert werden kann“, wie er sagt. Dem fügt er an:
„Institutionelle Investoren brauchen sichere Verwahrungsmöglichkeiten mit eingebauten Kontrollmechanismen, wollen dafür allerdings nicht bei der Bequemlichkeit zurückstecken.“
Im vergangenen Monat hat der Zahlungsdienstleister Square sein „Cold-Storage“ Tool zur Open-Source gemacht. Trezor, ein Hersteller von Hardware-Wallets, warnte letzte Woche, dass mittlerweile schon Fälschungen auf den Markt dringen.
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