ICO & STO-Report von PwC Strategy &: Tokenwirtschaft wird erwachsen

Die Crypto Valley Association (CVA) hat zusammen mit PwC Strategy & am 8. März ihren vierten ICO & STO-Report veröffentlicht.

Trotz der seit Mitte 2019 fallenden Anzahl von Token-Sales ist ein durchschnittlicher Investitionsbetrag pro Projekt gestiegen, so heißt es in dem Bericht. Dies deutet auf ein Erwachsenwerden der Krypto-Branche hin, die zwar deutlich weniger aber dafür erfolgversprechendere Geschäftsideen hervorbringt.

Im Jahr 2018 seien insgesamt 1.132 Initial Coin Offerings (ICO) und Security Token Offerings (STO) erfolgreich abgeschlossen worden und damit doppelt so viele wie die in 2017 durchgeführten 552 Token-Sales.

Zahl und Gesamtvolumen seien in der zweiten Jahreshälfte von 2018 aber deutlich zurückgegangen. Mit Einnahmen in Höhe von mehr als 5,8 Milliarden Euro hoben sich die Token-Sales von EOS und Telegram von der breiten Masse ab. Der durchschnittliche Erlös aller ICOs habe mit 12,3 Millionen US-Dollar 2018 trotzdem bereits niedriger gelegen als im Jahr 2017, wo pro ICO im Schnitt 12,8 Millionen erlöst worden sei.

Daniel Diemers, Head of Blockchain EMEA bei PwC Strategy&, sagt dazu in der begleitenden Pressemitteilung:

"Der Trend zeigt, dass ICOs oder STOs aus Sicht der Anlagestrategie für Investoren für Risikokapitalfinanzierungen attraktiv bleiben. Es gibt jedoch einen Prozess des Umdenkens zugunsten von mehr Sicherheit und Transparenz für die Anleger."

Auch wenn der anhaltende Wertverlust bei Kryptowährungen zum Ende des Jahres in einen sogenannten "Krypto-Winter" gemündet habe, sei das rückläufige Investitionsvolumen jedoch nicht nur auf die Bewertung digitaler Währungen zurückzuführen, schreibt die CVA.

STOs bekämen in der Krypto-Industrie immer mehr an Bedeutung. Obwohl sich diese Token-Angebote für Wertpapiere und dingliche Rechte nicht grundlegend von ICOs unterscheiden würden, stehen sie doch für eine stärker regulierte Version davon, was als Erwachsenwerden des Sektor gewertet werden könne.

Darauf deuten auch die in Liechtenstein und Deutschland von den nationalen Finanzaufsichtsbehörden genehmigten ersten STOs von Edexa und Bitbond hin, sowie die in Liechtenstein und der Schweiz weiterhin wachsende Firmenzahl im Blockchain-Bereich.