IWF fordert Malta auf, verstärkt gegen Geldwäsche im Krypto-Bereich vorzugehen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat erklärt, dass er schwerwiegende Lücken in den Statuten der maltesischen Finanzmarktaufsicht MFSA sieht, was die Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT) angeht, dahingehend spricht er sogar von „dringendem Handlungsbedarf“. Dies berichtet die Times of Malta am 28. Februar.

Ein IWF Bericht zur Bewertung der finanziellen Stabilität des Landes, der am 28. Februar vorgestellt wurde, hat die Regulierungsvorschriften des maltesischen Finanzsystems unter die Lupe genommen, außerdem wurden die Überwachungsvorschriften genauestens geprüft.

Dabei kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass „es für die finanzielle Stabilität von grundlegender Bedeutung ist, etwaige Risiken unter Kontrolle zu halten. Dahingehend bedarf es einer ausgewogenen Strategie, um die Rückstände bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufzuholen. Dies ist von oberster Wichtigkeit, um das Finanzsystem und die gesamte Wirtschaft vor den etwaigen Folgen dieser Bedrohungen zu schützen.“

Die Times of Malta spricht in diesem Zusammenhang davon, dass der Bericht eine weitreichendere Informationsoffenlegung von Zahlungsempfängern fordert, außerdem sollen verdächtige Konten verstärkt überwacht werden, besonders von ausländischen Klienten und zwielichtigen Firmen, auch neue Technologien wie Digitalwährungen sollen zukünftig strengerer Kontrolle unterliegen.

In Bezug auf Blockchain-Technologie und Kryptowährungen rät der Bericht zu einer stärkeren Überwachung der entsprechenden Unternehmen. Dahingehend betont die IWF, „dass sich die maltesische Finanzaufsicht der wachsenden Herausforderung stellen muss, die sich aus der steigenden Anzahl zugelassener Finanzinstitute und den komplexer werdenden Rahmenbedingungen ergibt. Allein schon die Erhöhung der eigenen Kapazitäten ist dabei ein entscheidender Faktor, um diese Aufgabe zu bewältigen.“

Malta ist als Krypto- und Blockchain-freundliches Land bekannt, allerdings wies der Internationale Währungsfonds schon im Januar darauf hin, dass die Blockchain-Industrie eine besondere Anfälligkeit für Geldwäscheverstöße habe. Damals sagte der IWF im Wortlaut:

„Die kontinuierlich wachsende Anzahl der Finanzinstitute, die beobachtet werden müssen, die rasante Entwicklung neuer Finanzprodukte, die sich ändernden Rahmenbedingungen und die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt haben die maltesische Finanzaufsicht stark unter Druck gesetzt.“