Indien: Regierungsausschuss empfiehlt Generalverbot von Kryptowährungen

Ein indischer Regierungsausschuss hat ein Generalverbot für Krytowährungen empfohlen, wie Reuters am 22. Juli berichtet.

Steht in Indien ein Verbot von Kryptowährungen bevor?

Der betreffende Ausschuss hat Indiens Regierung heute ein Verbot von Kryptowährungen nahegelegt, außerdem wurden hohe Strafen für Verstöße gegen das Verbot empfohlen. Der Ausschuss hatte sich zuvor eindringlich mit dem Thema beschäftigt und im Zuge dessen einen Bericht angefertigt, der etwaige Vorschläge für entsprechende Gesetze macht. Regierung und Aufsichtsbehörden werden den Bericht nun zunächst auswerten, ehe sie daraus ihre eigenen Schlüsse ziehen.

Verbot wäre keine Überraschung

Vor wenigen Tagen hatte Anurag Thakur, ein Mitglied der indischen Regierung, noch betont, dass Kryptowährungen in Indien derzeit noch nicht verboten sind, ein entsprechendes Gesetz würde noch nicht existieren. Allerdings sind in den indischen Sozialen Medien zuletzt Auszüge aus einem etwaigen Gesetzentwurf aufgetaucht, der vermeintlich ein solches Krypto-Verbot einführen soll.

Der Gesetzentwurf nimmt bereits eine genaue Definition dessen vor, was von dem Verbot betroffen wäre, so heißt es:

„Jeglicher Programmiercode oder Token, der durch ein kryptografisches Verfahren erstellt wird und einen digitalen Wert abbildet, aber nicht als offizielle Digitalwährung zugelassen ist.“  

Diese Definition würde ein Generalverbot für jegliche Digitalwährungen bedeuten, wobei jedoch noch für eine staatseigene digitale Indische Rupie Platz gelassen wird, die ggf. von der Zentralbank des Landes herausgegeben werden soll.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hat der Bitcoin-Fürsprecher Tim Draper die indische Regierung zuletzt scharf kritisiert. In Erwartung eines Verbots für Kryptowährungen hatte Draper die Regierung des Landes sogar als „korrupt und lächerlich“ bezeichnet, da sie damit großen Schaden anrichten würde.