Iran will Krypto-Mining legalisieren, Wertschöpfung soll heimische Wirtschaft beflügeln

Die Wirtschaftskommission der iranischen Regierung hat sich dafür ausgesprochen, das Mining von Kryptowährungen offiziell anzuerkennen. Dies geht am 22. Juli aus einer Mitteilung des iranischen Wirtschaftsministeriums hervor.

Iranische Wirtschaftskommission erkennt Krypto-Mining an

Abdolnaser Hemmati, der Chef der iranischen Zentralbank CBI, bestätigte, dass die Kommission Grünes Licht für „Mechanismen zur Schöpfung von digitalen Münzen“ gegeben hat, allerdings müsse dieser Vorschlag zunächst im Kabinett beraten werden.

Schon Anfang Juli hieß es, dass der Iran Krypto-Mining legalisieren wolle, nachdem Zentralbankchef Hemmati hatte durchsickern lassen, dass die iranische Regierung eine Gesetzesänderung abgesegnet hätte, die für das Mining freie Bahn schaffen würde.

Als Grund gab Hemmati damals an, dass man sich darum bemühen würde, dass die Miner im Iran zur Wirtschaft beitragen und ihre Bitcoin (BTC) Vermögen nicht ins Ausland transportieren. Dank staatlich subventionierter Strompreise ist das Mining von Kryptowährungen im Iran besonders lukrativ, da die Gewinnmargen in der Branche immer kleiner werden.

Elyas Hazrati, der Vorsitzende der Wirtschaftskommission, begründet die Empfehlung zur Legalisierung ähnlich:

„Wir sind der Meinung, dass die Kryptobranche im Iran als offizielle Industrie anerkannt werden sollte, damit das Land die daraus entstehenden Steuereinnahmen und Zollgebühren abschöpfen kann.“

Kryptobranche nimmt im Iran Gestalt an

Der heutigen Nachricht war kürzlich eine Erhöhung der Stromkosten vorausgegangen, die sich speziell an Krypto-Miner richtet. Damit soll verhindert werden, dass die Branche übermäßig die günstigen Strompreise des Landes ausnutzt und stattdessen einen Aufpreis bezahlt. Energieminister Homayoon Ha’eri hat allerdings noch nicht bekanntgegeben, wie sich die Preiserhöhung genau zusammensetzt, nur, dass verschiedene Faktoren dabei berücksichtigt werden.

Jamal Arounaghi, der stellvertretende Präsident der iranischen Zollbehörde, hat unterdessen mitgeteilt, dass es noch keine offiziellen Lizenzen für den Import von Mining-Geräten gibt. Zunächst müsse die Regierung die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen schaffen, ehe die Behörde in dieser Hinsicht tätig werden kann.

Die indische Regierung zeigt sich derweil von einer ganz anderen Seite, so hat ein Ausschuss heute ein Generalverbot von Kryptowährungen empfohlen.