Iranische Behörden konfiszieren 1.000 Bitcoin-Miningmaschinen

Die iranischen Behörden haben rund 1.000 Bitcoin (BTC)-Miningmaschinen aus zwei inzwischen stillgelegten Fabriken beschlagnahmt, berichtete die BBC am 28. Juni.

Wie berichtet, stellten die lokalen Behörden im Juni einen Anstieg des Stromverbrauchs um 7% fest und verbanden ihn mit den Aktivitäten des Kryptowährungs-Minings. Beamte entdeckten und entfernten anschließend die Mining-Hardware von zwei ehemaligen Fabriken.

Arash Navab, ein Elektrizitätsbeamter, sagte, dass "zwei dieser Bitcoin-Farmen mit einem Verbrauch von einem Megawatt identifiziert wurden".

Ein Forscher aus Oxford teilte der BBC mit, dass die Iraner zunehmend auf Kryptowährungen wie Bitcoin zurückgreifen, um Sanktionen zu umgehen.

Cointelegraph berichtete kürzlich, dass iranische BTC-Miner in Moscheen einziehen, da die Regierung eine Energiewende einleitet. Der Iran, der Moscheen kostenlose Energie zur Verfügung stellt, hat derzeit rund 100 Miner, die die Gebetsstätte besetzen und jährlich rund 230.000 Euro erwirtschaften.

Die iranische Regierung wird daher den Strom für das Kryptomining abschalten, bis die neuen Energiepreise genehmigt sind. Mostafa Rajabi Mashhadi, ein Beamter des iranischen Energieministeriums, gab an, dass Krypto-Miner "identifiziert und ihre Stromversorgungen abgeschnitten werden". Außerdem sagte er, dass das Ministerium solche Maßnahmen durchsetzen muss, da der derzeitige übermäßige Stromverbrauch "anderen Nutzern Probleme bereitet".

Die unbefugte Nutzung von Elektrizität für das Krypto-Mining ist weit verbreitet. Die chinesische Polizei hat kürzlich Beweise dafür entdeckt, dass Menschen Kabel durch Fischteiche verlegt haben, um die Energie von Ölquellen zu stehlen, um ihre Mining-Hardware zu tanken.

In der sächsischen Stadt Klingenthal soll die Polizei ein System von 49 Computern ausfindig gemacht haben, die auf dem Gelände eines ehemaligen Elektrizitätsunternehmens betrieben werden. Seit 2017 hat die Miningfarm den Stromverbrauch von bis zu 30 Haushalten verbraucht. Der Schaden für den betroffenen Stromversorger wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.