Japans Finanzminister fordert Krypto-Steueränderung - bezweifelt öffentliche Akzeptanz

Japans Finanzministerium zweifelt daran, dass die Öffentlichkeit eine Abänderung der aktuellen Steuerkategorie für Transaktionen mit Kryptowährungen akzeptieren würde, wie Cointelegraph Japan am 25. Juni berichtete.

Taro Aso - ebenfalls Japans stellvertretender Premierminister - äußerte während des gestrigen Sitzung des Haushaltsausschusses des Oberhauses den Vorschlag, Krypto-Transaktionen über eine "separate Steuer auf Selbsteinschätzung" zu besteuern, anstatt Krypto-Einkünfte weiterhin als "sonstiges Einkommen" zu klassifizieren. Er äußerte sich jedoch besorgt über die Reaktion der Öffentlichkeit aufgrund der wahrgenommen "Steuergerechtigkeit".

Aktuell liegt der Höchststeuersatz für Krypto-Transaktionen bei 55 Prozent, eine Änderung in der Kategorie würde einen Steuersatz von nur 20 Prozent zur Folge haben, ähnlich wie er auf Aktien oder Devisengeschäfte erhoben wird.

Während des gleichen Meetings merkte Aso auch an, dass die Position von Kryptowährungen im internationalen Finanzsektor nicht definiert ist. Er sprach davon, wie wichtig die Weiterentwicklung von Blockchain-Technologien ist, fügte allerdings hinzu, dass es kontrovers sein kann, diese zu unterstützen, da sie die Basis für Kryptowährungen darstellt.

Japans Finanzdienstleistungsagentur (FSA) hat in der letzten Woche im Zuge einer andauernden regulatorischen Inspektion infolge des rund 430 Mio. Euro Hackangriffs auf die japanische Krypto-Börse Coincheck in Januar aktiv Geschäftsverbesserungsvorschläge an Krypto-Börsen ausgegeben.

Japans selbstregulierende Krypto-Börsenassoziation verlor gestern ihre beiden Vizepräsidenten, die ihr Amt niederlegten, nachdem die FSA ihren jeweiligen Krypto-Börsenplattformen letzte Woche  Verwarnungen ausgehändigt hatte.