LINE startet im Juli eigene Krypto-Börse für Nutzer außerhalb Japans und der USA

Die japanische Social Messaging App LINE startet im nächsten Monat eine Kryptobörse für 30 Token, wie das Unternehmen am Donnerstag, den 28. Juni, bekanntgab.

In einer Pressemitteilung bestätigte LINE, das 200 Millionen Nutzer pro Monat zählt, dass es die neue Krypto-Handelsplattform BITBOX "global" für Kunden außerhalb Japans und den USA anbieten wird.

"Mit dem weltweit zunehmenden Bedarf für den Handel mit Kryptowährungen hat sich LINE darauf vorbereitet, den Anwendern die Möglichkeit zu geben, dies sicher zu tun, und da das sichere System jetzt vorhanden ist, wird das Unternehmen den Service anbieten", heißt es in der Pressemitteilung.

Wie Cointelegraph im Januar berichtete, hatte LINE Gespräche mit japanischen Regulierungsbehörden über die Einführung einer Handelsplattform geführt. Die Entscheidung, Japaner von BITBOX auszuschließen, scheint mit rechtlichen Gründen geschuldet zu sein.

"LINE wird das Kryptowährungsgeschäft in Übereinstimmung mit den Regeln und Vorschriften der jeweiligen Länder für den Kryptowährungshandel betreiben", ergänzte das Unternehmen.

Japans Kryptowährungsektor steht weiterhin vor großen Umwälzungen. In der vergangenen Woche erteilten die Regulierungsbehörden sechs Betreibern so genannte "Business Improvement Orders". Der Versuch der Financial Services Agency, die Branche rechtlich einwandfrei zu machen und Sicherheitslücken zu vermeiden, geht auf den 530-Millionen-Dollar-Hack von Coincheck zurück.

Andere große Namen haben sich inzwischen dem japanischen Devisenmarkt verschrieben, darunter die SBI Group und ab 2019 auch Yahoo!