Kryptobörse Kraken will Verkauf ihrer Aktien demokratisieren

Die US-Kryptowährungsbörse Kraken bietet Nutzern im Rahmen einer Fundraising-Aktion Aktien an. Diese hat an ihrem ersten Tag über 5,4 Mio. Euro aufgebracht, wie Statistiken am 21. Mai bestätigten.

Kraken, eine der ältesten Börsen der Welt, nutzt die Plattform BnkToTheFuture auf den Kaimaninseln, um geprüften Investoren Aktien anzubieten. In einer begleitenden Marketing-E-Mail, die Cointelegraph vorliegt, heißt es, dass geprüfte Investoren Kraken-Nutzer seien, die einen Mindestumsatz von umgerechnet 900 Euro haben.

Bei Redaktionsschluss hatte Kraken etwas mehr als 6,04 Mio. Euro von fast 300 Investoren aufgebracht und damit zwei Drittel seines Investitionsziels von 9,13 Mio. Euro erreicht.

Die Nachfrage nach Kraken-Aktien spiegelt den Marktoptimismus wider, der derzeit im Kryptobereich vorherrscht. Bitcoin (BTC) setzt seinen Bullenlauf im Jahr 2019 indessen fort.

Beim Börsengang von BnkToTheFuture erklärte Kraken, über vier Millionen Kunden zu haben. Das Volumen im Jahr 2018 soll sich auf über 76,3 Mrd. Euro belaufen.

"Wir suchen durchgehend nach Wegen, den Zugang zu unseren Aktien zu demokratisieren, damit mehr unserer geschätzten Kunden zu geschätzten Investoren werden können", so Mitarbeiter in einem Twitter-Post am 20. Mai. Im Post hieß es:

"Zu diesem Zweck haben wir eine Partnerschaft mit @BankToTheFuture geschlossen, um die Möglichkeit zu bieten, in Kraken zu investieren."

Kraken versucht, die nächste Welle von Interesse an Kryptobörsen auszunutzen. Auch die Konkurrenz - insbesondere die umstrittene Börse Bitfinex - versucht, Kapital aufzubringen.

Letzte Woche sprach die Börse sich gegen die vorgeschlagenen Krypto-Regulierungen in Kanada aus. Der CEO Jesse Powell ist auch ein bekannter Gegner der US-Regulierungsmaßnahmen.

Das Unternehmen will auch seine Präsenz international ausweiten und hat dazu Anfang des Jahres den britischen} Futures-Anbieter von Crypto Facilities übernommen. Dieser Schritt hat eine deutlich höhere Nachfrage nach seinen Produkten nach sich gezogen.

Interessenten haben bis zum 20. Juni Zeit, sich zu überlegen, ob sie investieren wollen.