Neuer Auslieferungsantrag verkompliziert den Fall von Bitcoin-Betrüger Vinnik

Ein griechisches Gericht hat dem Auslieferungsantrag Russlands betreffend Alexander Vinnik stattgegeben, der im Verdacht steht Bitcoin-Betrug begangen zu haben. Dies geht aus einem Bericht der Associated Press vom 30. Juli hervor.

Eine Gruppe erfahrener Richter ist in Thessaloniki zu dem Schluss gekommen, den russischen Auslieferungsantrag, bzgl. des beschuldigten Informatikers, anzunehmen. In einer Anhörung am Montag hatte Vinnik die Vorwürfe der betrügerischen Aktivität abgestritten. Stattdessen argumentierte er, dass es sein Anliegen sei, die globale Dominanz der U.S.A. im Finanzsystem zu brechen. Die Entscheidung des Gerichts verkompliziert den Fall allerdings, da die U.S.A. und Frankreich ebenso die Auslieferung gefordert hatten.    

Vinnik ist der ehemalige Besitzer der Kryptobörse BTC-e. Im Juli 2017 wurde er auf Anordnung des amerikanischen Justizministeriums von der griechischen Polizei festgenommen. Die Behörde wirft ihm Betrug und Geldwäsche vor, wobei sich innerhalb von 6 Jahren ein Betrugswert von 6 Mrd. $ in Bitcoin ergeben haben soll.

Am 13. Juli hatte ein griechisches Gericht dem „französischen Auslieferungsantrag für Vinnik stattgegeben”, was wohl zur weiteren Auslieferung in die U.S.A. führen würde. Sein Anwalt gab an, Einspruch beim griechischen Verfassungsgericht einlegen zu wollen.

Die Behörden Frankreichs beschuldigen Vinnik „im Zeitraum 2016 bis 2018 mehr als 100 Personen in sechs französischen Städten betrogen zu haben.“ Der ehemalige BTC-e Besitzer streitet die Vorwürfe ab und entgegnet, er habe lediglich „elektronisches Geld über eine entsprechende Plattform transferiert“, was er als „legitime persönliche Transaktion“ ansieht.

Das russische Außenministerium hatte zuletzt darauf bestanden, dass der eigene Auslieferungsantrag Priorität gegenüber dem französischen Antrag hätte. Die Entscheidung an wen Vinnik letztendlich ausgeliefert wird liegt beim griechischen Justizminister.