Joint-Venture plant erste genehmigte Krypto-Börse in Vietnam

Vietnams größte Vertriebsgesellschaft Linh Thanh Group hat mit dem Schweizer Blockchain-Unternehmen KRONN Ventures AG ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet, um eine Kryptowährungsbörse einzurichten, wie aus einer am 22. März veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht.

Die Kooperation soll die Erzeugung von digitaler Währung und die Schaffung einer Kryptobörse in Vietnam erleichtern, für die die Unternehmen angeblich eine entsprechende Lizenz erhalten haben. Laut der Pressemitteilung wird die neue Börse die erste autorisierte Kryptobörse in Vietnam sein.

Die Einrichtung einer autorisierten Kryptowährungsbörse könnte ein großer Schritt für die vietnamesische Industrie sein, da die Regierung bisher eine harte Linie gegen digitale Vermögenswerte eingeschlagen hatte.

Im Juli 2018 hatte die staatliche Wertpapieraufsicht des Landes, die State Securities Commission, Unternehmen im Land verboten, "Emissions-, Transaktions- oder Maklertätigkeiten im Zusammenhang mit Kryptowährungen durchzuführen". Das Verbot gilt Berichten zufolge für Aktiengesellschaften, Wertpapierfirmen, Fondsverwaltungsgesellschaften und Wertpapierfonds und war aufgrund offizieller Bedenken wegen Geldwäsche erlassen worden.

Das vietnamesische Finanzministerium (MoF) hatte Anfang Juni letzten Jahres ein vorübergehendes Verbot der Einfuhr von Krypto-Mining-Hardware empfohlen und auf den "sehr schwierigen" Prozess der Regulierung neu gewonnener digitaler Währungen verwiesen. Das MoF zielte darauf ab, die Bürger vor Kryptobetrug zu schützen, nachdem im April bei einem großangelegten Betrugsfall mutmaßlich 660 Millionen Dollar gestohlen worden waren. Die Betrüger nutzten zwei Initial Coin Offerings (ICO), die von einem in Vietnam ansässigen Unternehmen geleitet wurden. Im Anschluss an den Vorschlag kündigte die vietnamesische Zentralbank an den Import von Kryptowährungs-Minenhardware auszusetzen.