Chinesische Polzei beschlagnahmt 4.000 Krypto-Miner

Die Polizei in China nahm 22 Verdächtige fest, die angeblich an illegalen Aktivitäten im Bereich des Krypto-Minings beteiligt waren. Berichten der Nachrichtenagentur XinhuaNet zufolge führte dies zu einem Stromverlust von umgerechnet rund 3 Millionen US-Dollar.

Berichten zufolge beschlagnahmte die Polizei in Jiangsu, Chinas zentraler Ostküstenprovinz, 4.000 Hardware-Einheiten, die in neun Fabriken illegal zur Gewinnung von Kryptowährung wie Bitcoin (BTC) verwendet wurden.

Dem Bericht zufolge leitete die Polizei von Jiangsu eine strafrechtliche Untersuchung ein, nachdem ein örtliches Energieunternehmen einen abnormalen Anstieg des Stromverbrauchs gemeldet hatte. Nach fast zwei Monaten der Untersuchung entdeckte die Polizei in der Stadt Zhenjiang in Jiangsu eine Gruppe von Verbrechern, die angeblich in den Fall verwickelt waren.

Laut Angaben des in Zhenjiang ansässigen Energieversorgungsunternehmens hat jede Mining-Einheit 25 bis 50 Kilowattstunden Strom pro Tag zu Industriepreisen verbraucht. Die dadurch gestohlenen Ressourcen belaufen sich auf rund 2,91 Millionen US-Dollar.

China ist trotz des seit 2017 bestehenden Handelsverbots ein bekannter Krypto-Mining-Riese, mit einem globalen Anteil von etwa 70%. Viele Bitcoin-Mining-Pools sind aufgrund des massiven Überschusses an billigem Strom in China ansässig. Das Land ist die Heimat von Bitmain, dem weltweit größten Hersteller von Krypto-Mining-Hardware, auch ASICs genannt.

Anfang Juni sammelte die Polizei in China Beweise dafür, dass Menschen Kabel durch Fischteiche gelegt haben, um an durch Öl produzierte Energie zu gelangen, mit dem sie ihre Bitcoin-Miner betreiben wollten. In der Zwischenzeit deuten unbestätigte Berichte darauf hin, dass einige chinesische Miner aufgrund der günstigen Energiepreise auch Operationen im Iran aufbauen.