Poloniex steigt in den Kampf um institutionelle Großkunden ein

Die amerikanische Kryptobörse Poloniex hat ein spezielles Angebot für institutionelle Investoren ins Programm genommen, wie das Unternehmen am 4. Dezember auf seinem Blog vermeldete.

Poloniex, die sich im Februar dieses Jahres mit dem Finanzdienstleister Circle zusammengeschlossen hat, liegt derzeit auf Rang 47 aller Kryptobörsen weltweit bei Betrachtung des Handelsvolumens.

Damit reiht die Kryptobörse sich mit Konkurrenten ein, die momentan ebenfalls verstärkt auf institutionelle Kunden setzen, da diese von vielen Experten als die treibenden Kräfte des zukünftigen Krypto-Aufschwungs gesehen werden.

„Große und kleine Institutionen können von unserer großen Auswahl an Krypto-Finanzprodukten profitieren, wofür wir auch einen gesonderten Kundenservice anbieten“, wie es in dem genannten Blogeintrag heißt. Und weiter:

„…Poloniex spezialisiert sich darauf, die erhöhten Anforderungen von institutionellen Investoren zu erfüllen.“

Die neuen Dienstleistungen setzen allerdings eine minimale Handelssumme von 250.000 US-Dollar voraus.

Nebst dem neuen Angebot erlässt Poloniex für den Dezember auch jegliche Gebühren für alle Anleger, die das BTC/USD-Paar handeln.

Obwohl die Kurse von Bitcoin (BTC) und den Altcoins weiter nach unten abfallen, wird das Interesse der institutionellen Kunden immer größer.

Nicht nur Branchengrößen wie Coinbase, sondern auch Organisationen, die ursprünglich nicht aus dem Krypto-Bereich kommen, wie zum Beispiel Fidelity Investments oder Intercontinental Exchange, streben mittlerweile einen Markteintritt an.

Eine Studie aus dem Oktober hat gezeigt, dass institutionelle Investoren mittlerweile den größten Teil der Krypto-Transaktionen von über 100.000 US-Dollar ausmachen, wobei sie vermögende Privatanleger von dieser Spitzenposition verdrängt haben.