Feb 13, 2019

QuadrigaCX hat versehentlich 500.000 US-Dollar in verlorene Wallets transferiert

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Die große kanadische Kryptobörse QuadrigaCX hat zu Beginn des Monats versehentlich 500.000 US-Dollar an Bitcoin (BTC) in die Cold-Wallets transferiert, die mittlerweile unzugänglich geworden sind. Dies meldet die Wirtschaftsprüfung Ernst & Young in einem Bericht, der am 12. Februar veröffentlicht wurde.

QuadrigaCX Geschäftsführer Gerald Cotten ist im Dezember 2018 im Alter von nur 30 Jahren plötzlich verstorben. Da Cotten die einzige Person gewesen sein soll, die über die Zugangsdaten zu den Wallets verfügt hat, besteht auf diese kein Zugriff mehr.

Der Großteil des Quadriga Vermögens befindet sich in genau diesen Cold Wallets. Anfang Februar kam raus, dass die Kryptobörse dadurch 145 Mio. US-Dollar verloren hat, die zum Großteil von deren Kunden eingelagert sind.

In dem daraufhin folgenden Gerichtsverfahren hat die Kryptobörse die große Wirtschaftsprüfung Ernst & Young als Dritte Partei mit der Überwachung der Prozessabwicklung in dem Fall beauftragt. Der nun angefertigte Bericht trägt den Namen „Erster Bericht des Prüfers“ und soll dem Gericht dabei helfen, auf dem neuesten Stand der Entwicklungen zu bleiben. Darin heißt es:

„Am 6. Februar hat die Quadriga versehentlich 103 Bitcoins, die auf einen Wert von 468.675 US-Dollar geschätzt werden, in diejenigen Cold Wallets übertragen, die momentan nicht mehr zugänglich sind. Der Prüfer versucht mit dem Management eine Lösung zu finden, um die betreffenden Kryptowährungen aus den Wallets zurückzuholen.“

Im Rahmen der Prüfung hatte Ernst & Young vier Laptops, vier Smartphones und drei verschlüsselte USB-Sticks von Quadriga erhalten, die zuvor Cotten gehört haben sollen. Laut Bericht sind die entsprechenden Geräte derzeit in einem sicheren Schließfach, das von Ernst & Young angemietet wurde.

Wie Cointelegraph zuletzt berichtete, hat die Aktienaufsichtsbehörde der kanadischen Provinz Ontario eigene Untersuchungen zur QuadrigaCX eingeleitet. Sprecherin Kristen Rose sagte: „Wegen des möglichen Schadens, der Anlegern aus Ontarion entstanden sein könnte, leiten wir eine Untersuchung zu dem Fall ein, weshalb wir schon Kontakt mit dem gerichtlichen Prüfer aufgenommen haben.“ Rose konkretisierte allerdings nicht, ob es sich dabei um offizielle Ermittlungen handelt.

Die Aussagen der Behörde aus Ontario stehen im Gegensatz zu den Äußerungen der Aktienaufsicht der Provinz British Columbia, die zuvor abgelehnt hatte, Untersuchungen im Fall QuadrigaCX anzustellen, da das Unternehmen angeblich keinerlei Wertpapiere oder Derivate handeln würde und auch nicht anderweitig als Börse agiert.

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