Expansion in Lateinamerika: Ripple eröffnet Büro in Brasilien

Ripple, die Firma hinter der drittgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung XRP, hat ein brasilianisches Büro eröffnet. Damit will das Unternehmen nach Lateinamerika expandieren, wie Cointelegraph Brazil am 10. Juni berichtete.

Dem Bericht zufolge wird die offizielle Ankündigung auf der CIAB Febraban gemacht. Das ist eine große Fintech- und Banking-Veranstaltung, die vom 11. bis 13. Juni in São Paulo stattfindet.

Das neue Büro soll von Luiz Antonio Sacco, dem ehemaligen CEO der brasilianischen Tochtergesellschaft von The Warranty Group, geleitet werden. Das ist ein globaler Anbieter von Garantielösungen.

Sacco, der im März 2019 zu Ripple kam, erklärte, dass das Unternehmen beabsichtige, mehr Kunden für sein Zahlungsnetzwerk RippleNet zu gewinnen. Dieses richtet sich nicht nur an Brasilien, sondern auch an den Rest des südamerikanischen Kontinents. Bislang wurde die Zahlungslösung von Ripple bereits von drei Kunden in Brasilien eingesetzt, darunter Finanzunternehmen wie Santander Brasil, BeeTech Global und Banco Rendimento, so der Bericht.

Neben umfangreichen Zahlungsvorteilen will Ripple auch Bildungs- und Ausbildungsprogrammen in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Universitäten in Brasilien ermöglichen, darunter etwa die Universität von São Paulo und die Fundação Getúlio Vargas. Sacco erklärte, dass Investitionen in die Bildung eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Blockchain-Technologie spielen werden. Die Forschung auf diesem Gebiet soll hingegen die Karrierechancen in der Region steigern.

Wie bereits berichtet, zählte RippleNet, das Zahlungsnetzwerk von Ripple, Anfang 2019 200 globale Kunden. Fünf Kunden von diesen, nämlich JNFX, SendFriend, Transpaygo, FTCS und Euro Exim Bank verwenden XRP bei grenzüberschreitenden Zahlungen.

Vor kurzem gab Ripple bekannt, ein höheres Maß an Genauigkeit für die Berichterstattung über XRP-Volumen und Verkäufe ermöglichen zu wollen. Kurz zuvor erschien ein Bericht von Bitwise, in dem behauptet wird, dass 95 Prozent des Bitcoin (BTC)-Handelsvolumens gefälscht sei.

Am 3. Juni berichtete Cointelegraph über die brasilianische staatliche Bank Brasiliens National Bank für Wirtshafts- und Sozialentwicklung, die einen Dokumentarfilm mittels ihres eigenen Ether-Stablecoin BNDES Token finanziert hat.