Russland: Kryptobörsen-Aggregator will nach Sperre wieder online gehen

Der beliebte russische Kryptobörsen-Aggregator BestChange geht bald wieder online, nachdem die Webseite zuvor von der Regierung gesperrt worden war. Dies berichtet das Krypto-Nachrichtenportal Forklog am 7. Mai.

Nikita Zuborev, der Pressesprecher und Marketing-Chef der Firma, gab gegenüber Forklog an, dass man davon ausgeht, dass die Sperre nach der bevorstehenden gerichtlichen Anhörung aufgehoben wird.

Die russische Aufsichtsbehörde für Telekommunikation (RKN) hatte die Webseite der BestChange am 12. März geblockt, dem war eine Anordnung des Amtsgerichtes der Stadt Omsk vorausgegangen. Omsk ist die siebtgrößte Stadt Russlands.

Trotz der behördlichen Sperre konnte die BestChange weiterhin in Russland aufgerufen werden, wenn die Seite über einen VPN-Server angesteuert wurde. Bei Redaktionsschluss ist die Seite auf normalem Wege für russische IPs aber weiterhin unzugänglich.

Die BestChange wurde 2007 gegründet und ist seit 2017 schon mehrfach in das Visier der russischen Regierungsbehörden geraten. Die Webseite hat sich selbst zum Ziel gesetzt, Kryptobörsen und Handelsplattformen aufzulisten und durch entsprechende Daten zu ergänzen. Aktuell sind insgesamt 220 Kryptobörsen verzeichnet.

Die Aufsichtsbehörde RKN hat außerdem schon mehrfach versucht, den Messenger-Dienst Telegram in Russland zu sperren. Im April 2018 hatte die Behörde im Zuge dessen 20 Millionen russische IP Adressen geblockt, die von den Web Services von Amazon und Google ausgehen, um Zugriff auf den Messenger zu verhindern. Allerdings waren durch die Sperrungen unabsichtlich auch viele andere Dienste betroffen, darunter Viber, Microsoft und Windows, während Telegram weiterhin genutzt werden konnte.