Russisch-ukrainische Cybercrime-Bande in Spanien für Bitcoin-Geldwäsche über 1 Milliarde Euro festgenommen

Die spanische Polizei hat eine Cyberkriminalitätsbande aus russischen und ukrainischen Staatsangehörigen festgenommen, die angeblich weltweit mehr als eine Milliarde Euro (1,24 Mio. US-Dollar) von Finanzinstitutionen gestohlen und anschließend die illegalen Gewinne in Bitcoin umgewandelt (BTC) haben soll, wie Associated Press (AP) am 26. März berichtet .

Laut einer Stellungnahme der spanischen Polizei und Europol ist der Anführer der Truppe ein Ukrainer namens "Denis K.". Er und seine drei vermeintlichen Mittäter sollen alle russische bzw. ukrainische Wurzeln haben und wurden in der spanischen Stadt Alicante identifiziert und verhaftet. Innerhalb von 5 Jahren haben die Kriminellen angeblich mehr als eine Milliarde Euro (1,24 Mio. US-Dollar) von Finanzinstituten überall auf der Welt gestohlen.

Die Täter waren aktive Mitglieder der Cybercrime-Szene und sollen mehr als 100 finanzielle Institutionen ins Visier genommen und zuweilen mit bis zu 10 Mio. Euro pro Coup davongekommen sein. Die Autoritäten geben an, dass beinahe alle russischen Banken betroffen waren und rund 50 von ihnen haben durch die Angriffe Geld verloren.

Die Gang hatte sich Zugang zum internen Banken-Netzwerken mit Hilfe von Phishing-Mails an offizielle Vertreter mit einer angehängten Schadsoftware verschafft. Die Schadsoftware gab den mutmaßliche Täter Kontrolle über die angegriffene Hardware und erlaubte die Kompromittierung von Bankautomaten zur Abhebung unbegrenzter Summen.

AP berichtet, dass die Cyberkriminellen das illegal beschaffte Geld nicht ausgaben, sondern in Bitcoins eintauschten. Nach dem Wechsel wurde die Kryptowährung wohl zum Kauf verschiedener Geldanlagen genutzt, unter anderem zum Erwerb von Immobilien und Fahrzeugen in Spanien.

Im Februar 2018 hatten thailändische Polizisten den russischen Staatsbürger Sergei Medwedew festgenommen, der die Nummer zwei einer internationalen Cybercrime-Organisation und der Administrator der Darknet-Webseite 'Infraud' sein soll. Das Portal diente dem Verkauf gestohlener Kreditkarten, Identitäten und dem Verteib von illegal beschafften Regierungsdokumenten. Zum Zeitpunkt der Verhaftung war Medwedew im Besitz von mehr als 100.000 Bitcoins (BTC), welche zu dem Zeitpunkt einen Wert von knapp 660 Mio. Euro hatten.

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