Skalierbarkeit: MutliVAC will „Durchbruch im Sharding“ erzielt haben

Die Blockchain-Plattform MutliVAC behauptet, einen „Durchbruch“ im Skalierbarkeitsverfahren Sharding erzielt zu haben, wie sie am 5. November in einer Pressemitteilung vermeldet.

Laut der Mitteilung schafft MultiVAC es somit, 30.784 Transaktionen pro Sekunde (TPS) unter Verwendung von 64 Shards abzuwickeln. Gemeinsam konnten die Shards bei Höchstleistung also über dreißigtausend hinauskommen, wobei die einzelnen Shards 533 TPS erreicht haben sollen.

MultiVAC behauptet in der Meldung weiterhin, dass ihre „mehrdimensionale Sharding-Erweiterung“ das Potenzial hat, sowohl für wirtschaftliche Großprojekte als auch für Krypto-Mining auf leistungsschwachen Computern anwendbar zu sein.

Der Begriff Sharding wird in der Krypto-Welt meist im Zusammenhang mit den anstehenden Erweiterungen der Ethereum (ETH) Blockchain verwendet. Im Mai 2018 hatte Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin angekündigt, dass das Sharding-Verfahren für Ethereum eingesetzt werden soll. Sharding bezeichnet eine Aufteilung der Arbeitsleistung, die für eine jeweilige Transaktion zwischen den Knotenpunkten der Blockchain benötigt wird, wodurch die Verarbeitungsdauer beschleunigt werden kann.

Ende Oktober hatte Buterin den Fahrplan für Ethereum 2.0, das unter dem Projektnamen Serenity lief, in einer Ansprache auf der Devcon-Konferenz vorgestellt. Neben dem Wechsel zum sogenannten Proof-Of-Stake Verfahren, bestätigte Ethereum ebenfalls, dass Serenity einen Umstieg auf Sharding mit sich bringen wird.

Im Oktober hatte der Bitcoin (BTC) Entwickler Mark Friedenbach eine Methode zur Skalierbarkeit von Bitcoin vorgestellt, die ebenso auf Sharding gestützt ist und keine sogenannte Hardfork benötigen würde. Laut Friedenbach würde dieses Verfahren das „Transaktionsvolumen um das 3.584-fache“ steigern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegen Zensur erhöhen.