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Markus Kasanmascheff
Verfasst von Markus Kasanmascheff,Ehemaliger Redaktionsautor
Alex Cohen
Geprüft von Alex Cohen,Ehemaliger Redakteur

Schweizer Polizei hebt Online-Betrugsring für Kryptowährungen und Binäre Optionen aus

Die Kantonspolizei Zürich hat in einer interkantonalen Aktion einen mit Online-Plattformen für Kryptowährungen und Geldwäsche operierenden Betrugsring ausgehoben.

Schweizer Polizei hebt Online-Betrugsring für Kryptowährungen und Binäre Optionen aus
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Die Kantonspolizei Zürich hat am 4. Februar eine interkantonale Aktion wegen des Verdachts der Geldwäscherei in Millionenhöhe im Zusammenhang mit Kryptowährungen, Binären Optionen und Geldwäsche durchgeführt. Dies gab die Kantonspolizei Zürich am selben Tag per Pressemitteilung bekannt.

Landesweite Razzia

Bei der in den Kantonen Graubünden, St.Gallen, Tessin, Zug und Zürich durchgeführten Ermittlung seien insgesamt drei Personen verhaftet und Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen von Liegenschaften und Fahrzeugen durchgeführt worden. Auch Kontosperrungen waren Teil der mit Online-Handelsplattformen für Binäre Optionen und Kryptowährungen in Zusammenhang stehenden Aktion gewesen.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein im Kanton Zürich wohnhafter Schweizer, der über betrügerische Online-Aktivitäten größere Geldbeträge erlangt und diese zur Verschleierung “über Konten von ihm beherrschter Gesellschaften im In- und Ausland weitergeleitet” haben soll. Zwei weitere Personen aus dem direkten Umfeld des Mannes seien ebenfalls verhaftet worden.

Über die geschätzten Ausmaße des Online-Betrugs schweigt sich die Polizei in ihrer Meldung aus. Dass wie angegeben “acht Fahrzeuge der Luxusklasse” beschlagnahmt, “Grundbuchsperren bei drei Liegenschaften angeordnet und Konten mit mehreren Millionen Franken gesperrt” wurden lässt auf zahlreiche Opfer der Betrüger schließen.

Online-Betrug mit Kryptowährungen

Online-Betrug über vermeintliche Handelsplattformen für Kryptowährungen und Binäre Optionen scheint trotz regelmäßiger Warnungen und Polizeiaktionen immer noch ein lukratives Geschäft zu sein. Die Täter geben sich dabei oft durch falsche Behauptungen den Anschein von Legalität. Im März letzten Jahres warnte etwa die Schweizer Krypto-Bank Dukascopy ihre Kunden vor dem Devisenhandelsunternehmen GCG Asia, welches sich als angebliche Dukascopy-Tochter ausgab.

In Deutschland warnte die Finanzmarktaufsicht BaFin bereits vor zahlreichen mutmaßlich oder nachweislich betrügerischen Krypto-Anbietern im Internet wie Bitcoin Trader,  Bitcoin TradeRobot, Crypto Code, CFDPremium und Bitcoin Victory.

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