Krypto-Experte: „US-Börsenaufsicht wird Ripple mit Thors Hammer niederschmettern“

Ein Krypto-Experte kritisiert Ripple heftig und erwartet, dass die amerikanische Börsenaufsicht dem Blockchain-Unternehmen einen entscheidenden Schlag verpassen wird.

Ripple am juristischen Scheideweg

Ripple muss sich derzeit vor einem amerikanischen Bundesgericht verantworten, nachdem ein ehemaliger Investor dem Unternehmen vorwirft, die firmeneigene Kryptowährung XRP unrechtmäßig als Wertpapier zu verkaufen und damit gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Wie Cointelegraph gestern berichtet hatte, erhielt dieser Vorwurf nun neue Nahrung, da der Kläger seine ursprüngliche Klageschrift jüngst nachgebessert hat und darin explizit auf die Richtlinien der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) verweist, um seine Behauptungen zu stützen.  

Die Richtlinien der SEC scheinen in der Tat auf eine Einstufung von XRP als Wertpapier hinzudeuten, allerdings sind diese für das Gericht nicht zwangsläufig bindend. Ein etwaiges Urteil wäre für die Kryptowährung richtungsweisend, da der Fall auf Bundesebene verhandelt wird. Ripple hat bis September Zeit, zu den neuen Vorwürfen Stellung zu nehmen.

SEC wird XRP „niederschmettern“

Tone Vays, ein ehemaliger Wall Street Trader und derzeitiger Moderator des Podcasts „Bitcoin Law Review“, äußerte auf Grund der jüngsten Entwicklungen heftige Kritik gegenüber Ripple.  

So schrieb Vays am 14. August auf Twitter:

„Die US-Börsenaufsicht (SEC) wird Ripple mit Thors Hammer niederschmettern.“

Anschließend nannte er XRP sogar noch einen „Betrugs-Token, der niemals hätte existieren sollen“ und verwies auf seinen Podcast, in dem er den Fall bald besprechen will.

Ripple und XRP sind in der Krypto-Community über die Jahre wiederholt in die Kritik geraten, da bisher unklar ist, wie eng das Unternehmen und die Kryptowährung tatsächlich verstrickt sind. Eine zentrale Steuerung einer Kryptowährung durch ein einzelnes Unternehmen lehnt die Community ab, da einer der Krypto-Grundgedanken die Dezentralisierung ist.

In einer davon unabhängigen Meldung hatte die Kryptobörse Beaxy zuletzt bekanntgegeben, XRP vorläufig aus der eigenen Notierung genommen zu haben, da es auf der noch jungen Börse zur Manipulation des XRP-Kurses gekommen war.

Der Kurs für das XRP/BTC-Währungspaar hat momentan einen Tiefstwert seit November 2017 erreicht.