Südamerika: Startup Ripio eröffnet Krypto-Fiat-Börse und OTC-Handelsplatz

Das lateinamerikanische Kryptowährungs-Startup Ripio hat eine Handelsplattform eröffnet, die auch einen außerbörslichen (OTC)-Handelsplatz umfasst, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die Cointelegraph am 16. Mai vorliegt.

Die neu eröffnete Plattform von Ripio wird es seinen Kunden in Brasilien, Argentinien und Mexiko ermöglichen, Kryptowährungen in Fiat zu handeln, digitale Bankdienstleistungen zu nutzen und Blockchain-basierte Kredite zu beantragen. Das Produkt umfasst auch einen OTC-Handelsschalter für institutionelle Investoren.

Sebastian Serrano, der Gründer und CEO von Ripio, kommentierte die Eröffnung: "Kryptowährungen und insbesondere unsere neue Plattform bieten völlig neue Anlagehorizonte für alle Bevölkerungsgruppen. Das ist besonders in Lateinamerika wichtig, wo die Ersparnisse vor der ständigen Abwertung der Landeswährung geschützt werden müssen."

Ripio wurde im Jahr 2013 gegründet und behauptet, die größte digitale Vermögenswertgesellschaft in Argentinien zu sein. Derzeit ist sie bisher in andere südamerikanische Länder, wie Peru, Chile, Uruguay, Paraguay und Kolumbien, expandiert.

Ende 2017 brachte Ripio bei seinem Initial Coin Offering (ICO) über 33,1 Mio. Euro auf, um das Ripio Credit Network zu gründen. Das ist ein Peer-to-Peer-Kreditnetzwerk, das Ethereum-Smart Contracts verwendet.

Wie Ende März berichtet, behauptete der stellvertretende argentinische Finanzminister Felix Martin Soto, dass die Regierung Krypto- und Blockchain-Technologie als Mittel zur Förderung der finanziellen Integration Argentiniens und zur Senkung der Staatskosten nutzen sollte.

Soto erklärte, er glaube, dass die Förderung der Kryptobranche im Land dazu beitragen würde, die Nachfrage nach US-Dollar zu verringern. Das soll letztendlich zur Stabilisierung des lokalen Marktes und zur Gewinnung globaler Investitionen beitragen.

Im März traf sich Argentiniens Präsident Mauricio Macri mit dem Kryptoinvestor und Unternehmer Tim Draper. Draper sagte dem Präsidenten, dass die Legalisierung von Bitcoin (BTC) die wirtschaftliche Situation im Land verbessern würde. Laut Draper könne die Einführung von Krypto und Blockchain im Land große Probleme in der argentinischen Wirtschaft lösen. Dabei nannte er etwa die Abwertung des argentinischen Pesos und der damit verbundenen Abwanderung von Fachkräften.