Südkorea ist weiterhin auf dem Weg, Initial Coin Offerings (ICOs) neu zu legalisieren, wie ein lokaler Nachrichtendienst am 29. Mai berichtet und sich dabei auf Regierungsbeamte bezieht.

Laut Business Korea will eine Komitee der Nationalversammlung die sogenannte "Vierte Industrielle Revolution" studieren und die legale "Basis" für Kryptowährungen in dem Land ausbauen, unter anderem indem das Verbot von ICOs aufgehoben wird, das von der Regierung im September 2017 in Kraft gesetzt worden war.

"Wir müssen eine Sondereinheit mit privaten Experten bilden, um die Transparenz des Kryptowährung-Handels zu erhöhen und gesunde Handelsordnungen zu etablieren", zitiert die Publikation eine Aussage des Komitees bei einem Meeting am 28. Mai.

"...Wir werden auch eine legale Basis für den Handel mit Kryptowährungen etablieren, einschließlich der Genehmigung von ICOs durch das stehende Komitee der Nationalversammlung."

Die Entscheidung Seouls, ICOs zu verbieten, wurde mit heftigen Gegenreaktionen quittiert, doch die Öffentlichkeit wandte sich schnell der drohenden Gefahr eines absoluten Verbotes von Kryptowährungen zu. Die Angst der Öffentlichkeit vor einem kompletten Bann führte zu Massenprotesten und der im Januar zu der öffentlichen Meinung, dass hochrangige Minister zurücktreten sollte.

In der Zwischenzeit wurde der inländische Kryptowährungsmarkt überstürzt formalisiert und die Börsen litten unter den neuen Regulierungen, die noch im selben Monat den anonymen Handel bzw. das Besitzen mehrerer Konten verboten.

"Da die Regierung keine Richtlinien für ICOs vorlegt, gehen inländische Blockchain-Unternehmen nach Singapur und in die Schweiz, um ein ICO durchzuführen und haben so unnötige Ausgaben", erklärte Business Korea unterdessen in beigefügten Kommentaren.

"Die Investoren sind dem Risiko ausgesetzt, dass Verbrecher die ICOs führender Unternehmen imitieren."

Während einer Konferenz diese Woche forderte ein Blockchain-Forscher die Regulatoren öffentlich auf, ihre gesetzliche Handhabung von Kryptowährungen und Blockchain zu verbessern und beide Phänomene als gleich wichtig zu behandeln.

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