Schweizer Tiberius Group AG verschiebt ihren Metall-gestützten Coin

Die in der Schweiz ansässige Vermögensverwaltung Tiberius Group AG, die sich auf Rohstoffe spezialisiert, hat ihre Metall-gestützte Kryptowährung, den Tiberius Coin, verschoben. Als Grund werden die derzeit hohen Transaktionsgebühren von Kreditkartenfirmen angegeben, wie Bloomberg am 9. Oktober berichtet.

Das Unternehmen hatte im September angekündigt, eine eigene Digitalwährung, die an die Preise von Kupfer, Aluminium, Nickel, Cobalt, Zinn, Gold und Platin gekoppelt ist, herauszubringen. Die Tiberius Group erklärte damals: „Anstelle einer Digitalwährung mit nur einem Rohstoff, haben wir uns entschieden, einen Mix verschiedener Metalle zu unterlegen. Damit erhält der Coin die benötigte Diversifikation,  wodurch er stabiler und für Anleger attraktiver wird.“

Das schweizerische Unternehmen will den Start des Tiberius Coins nun allerdings nach hinten schieben, da die Transaktionsgebühren der Kreditkartenanbieter zur Zeit „inakzeptabel“ hoch sind. Laut Tiberius ist es im Moment nicht möglich, Investitionsgeschäfte von mehr als 15 Mio. US-Dollar zu platzieren, da es „Beschränkungen“ der Kreditkarten gibt. Tiberius führt weiter aus:

„Wir investieren stark in unsere Plattform und verbessern sie jeden Tag. Dabei arbeiten wir mit bekannten Kreditkartenfirmen zusammen, um unseren Kunden neue Zahlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Alle Anleger, die am Einführungsverkauf teilgenommen haben, werden ihr Geld innerhalb von 30 Tagen erstattet bekommen.“

Die Anbieter von Kreditkarten waren bisher sehr vorsichtig, was die Zusammenarbeit mit Krypto-Händlern angeht. Im Juni hatte die amerikanische Bank Wells Fargo bekanntgegeben, dass sie ihren Kunden nicht  länger ermöglichen will, Kryptowährungen über ihre Kreditkarten zu erwerben. Dadurch wollte man wohl „verschiedene Risiken“ vermeiden, die mit der Nutzung von Kryptowährungen einhergehen.

Im Februar berichtete Cointelegraph, dass Kunden von J.P. Morgan Chase, Bank of America und Citigroup ebenfalls nicht mehr per Kreditkarte für Kryptowährungen bezahlen konnten. J.P. Morgan Chase gab an, dass sie den Service „wegen der hohen Volatilität und den bestehenden Risiken“ eingestellt hatte. Die Citigroup will eine Überprüfung ihrer Entscheidung davon abhängig machen, wie sich die Kryptomärkte entwickeln.