Aktienaufsicht von Texas stellt Unterlassungsaufforderung gegen Krypto-Firmen

Das Texas State Securities Board (SBB) – also die Wertpapieraufsichtsbehörde von Texas – hat eine notfallmäßige Unterlassungsaufforderung gegenüber einem Netzwerk mehrerer Krypto-Unternehmen erlassen, wie in einer offiziellen Ankündigung vom 12. Juli mitgeteilt wurde.

Travis J. Iles, Oberbeamter der SSB, unternahm diese Notfallhandlung am 11. Juli, um eine Gruppe an Krypto-Unternhemen, die angeblich betrügerische Krypto-Investitionen anboten, mit sofortiger Wirkung zu suspendieren. Laut Anordnung wird den Firmen mit sofortiger Wirkung untersagt, weiterhin die betreffenden Wertpapiere im Bundesstaat Texas anzubieten, bis diese ordnungsgemäß registriert werden oder eine Ausnahme erhalten.

In dem Dokument wird ein zusammenhängendes Netzwerk von drei in Utah sitzenden Unternehmen beschrieben; die Mintage Mining LLC, die Symatri LLC, und die NUI Social. Laut Mitteilung der SSB bietet die Mintage Mining illegale und betrügerische Investments für Krypto-Mining an. Symatri hat einen neuen Coin unter dem Namen Kala herausgegeben und bietet Investoren entsprechende Hardware zum Mining von Kala an. NUI Social bezeichnet sich selbst als Netzwerk-Marketing Firma mit 300.000 Mitgliedern in 140 Ländern, wodurch Kunden für Krypto-Investitionen geworben werden sollen. Netzwerk-Marketing funktioniert allerdings ähnlich einem Schneeballsystem.

Des Weiteren wird in der Anordnung die BC Holdings and Investments aufgeführt, die angeblich in den Verkauf von Mining-Investments der Firma Mintage Mining involviert gewesen sein soll. Außerdem werden die Personen Wyatt McCullough und William Douglas Whetsell explizit genannt, da diese in Verbindung mit der NUI Social stehen.

Zur Erklärung wird in der Unterlassungsaufforderung darauf eingegangen, dass die Firmen gegen die texanischen Wertpapierbestimmungen verstoßen haben, indem sie „täuschende Behauptungen gegenüber der Öffentlichkeit“ machten. So versprachen diese unter anderem „besonders hohe Gewinne“ von bis zu 250% pro Jahr und behaupteten, dass die Investitionen den Richtlinien des Wertpapiergesetzes entsprechen würden. Außerdem führt das Dokument aus, wie Symatri wissentlich davon abgesehen hat, genaue Details zum Kala Token zu veröffentlichen, und auch keine näheren Informationen zum allgemeinen Risiko von Krypto-Investitionen angegeben hat.

Zuvor hatte die SSB diese Woche einen Bericht für erste Jahreshälfte vorgelegt, in dem der Schutz „für Investoren vor betrügerischen Kryptowährungs-Investitions-Produkten“  hervorgehoben wird. Außerdem heißt es, die SSB war „die erste staatliche Aktienaufsicht, die eine behördliche Anordnung“ gegen illegale Krypto-Firmen im Jahr 2017 erlassen hat. Die Untersuchungen der SSB im Bezug auf Krypto-Investitionen hat zu „ungefähr 40 laufenden oder abgeschlossenen Verfahren“ geführt.

Im Februar hatte die SSB eine notfallmäßige Unterlassungsaufforderung für Leadinvest.com gestellt, da der Anbieter unzureichende Informationen über das eigene Unternehmen preisgab. Eine ähnliche Anordnung wurde im Januar gegen das berüchtigte Betrugsprojekt Bitconnect verhängt, weil es unlizenzierte Wertpapiere verkaufte.