Thailand: Kryptobörse Satang will 10 Mio. US-Dollar durch STO generieren

Die Kryptobörse Satang Corp will ungefähr 10 Mio. US-Dollar Investitionskapital in einem Security Token Offering (STO) generieren, trotz der schlechten derzeitigen Marktlage. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review am 4. Dezember.

Die Pläne von Satang werden angeblich von der thailändischen Regierung unterstützt, in der Absicht, das Land zu einem Blockchain-Zentrum zu machen und dahingehend auch entsprechende Regulierungsvorschriften zu entwickeln. Laut Poramin Insom, dem Geschäftsführer der Kryptobörse, soll das STO im ersten Quartal 2019 durchgeführt werden.

Satang plant, das etwaige Investitionskapital für die Entwicklung einer E-Wallet zu nutzen, über die Nutzer z.B. Zahlungen abwickeln können. Außerdem sollen in den Touristen-Hochburgen Phuket und Pattaya auch Satang Shops eingerichtet werden.

STOs operieren in Thailand in einer gewissen Grauzone, da das neue Finanzprodukt sich zwischen zwei rechtlichen Definitionsbereichen bewegt. Erst letzte Woche hat der stellvertretende Vorsitzende der thailändischen Börsenaufsicht gesagt, dass STOs, die international durchgeführt werden, gegen das Gesetz verstoßen. Tipsuda Tahvaramara meinte, dass „die Aufsichtsbehörde überdenken muss, wie mit STOs im Hinblick auf Eigentumsrechte, Stimmrechte und Ausschüttung der Dividende umgegangen werden muss.“

Im November hat Poramin Insom geholfen, Blockchain-Technologie bei einer internen Wahl der Demokratischen Partei Thailands einzusetzen. Bei der Wahl des Parteivorsitzenden wurde eine Blockchain-basierte App genutzt, wie Built am 16. November berichtete. Die gewonnen Daten wurden in sogenannten „Hash-Files” gespeichert, die wiederum auf seiner  Zcoin Blockchain abgelegt wurden.

„Ich hoffe, dass politische Parteien oder sogar Regierungen – nicht nur in Thailand, sondern in der ganzen Region – auf Blockchain setzen werden, um damit elektronische Wahlverfahren zu fördern“, wie Insom anmerkte.

Das thailändische Finanzamt testet Blockchain derzeit für ein Verfahren zur Nachverfolgung der Mehrwertsteuer. Laut Ekniti Nitihanprapas, dem Direktor der Behörde, plant diese, „Blockchain zu nutzen, um Betrug bei Steuerrückzahlungen zu vermeiden“. Des Weiteren sind auch „Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz ein Thema, um die Muster von Steuerbetrügern besser zu verstehen“, wodurch wiederum „die Bevölkerung angeregt werden soll, sich am ordnungsgemäßen Steuersystem zu beteiligen“.