Top-10-Messenger-App Telegram: Eröffnung der Blockchain-Plattform im März

Die internationale Messaging-App Telegram plant, das Mainnet und den Token für ihre Blockchain-basierte Plattform Telegram Open Network (TON) bereits im März 2019 zu veröffentlichen. Diese Nachricht ist Cointelegraph von einer Quelle aus dem Umfeld von Telegram-Gründer und CEO Pavel Durov am 23. Januar zugekommen.

Die App Telegramm hat Berichten zufolge über 200 Millionen aktive Nutzer pro Monat und gehört damit zu den Top 10 der beliebtesten Messaging-Apps weltweit. Sie brachte in zwei privaten Initial Coin Offerings (ICOs) sowohl für Telegram als auch für die geplante Plattform TON im vergangenen Jahr umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro auf.

Die Quelle von Cointelegraph hat betont, dass Durov noch zögerte, ein konkretes Datum für die Veröffentlichung von TON zu bestätigen, und dass die März-Angabe noch geändert werden könnte.

Laut einem gesonderten Bericht der russischen Wirtschaftsmedienplattform The Bell hat das Team von Durov Investoren mitgeteilt, dass TON zu 90 Prozent bereit sei, dass aber aufgrund des "innovativen Charakters der Entwicklung" Verzögerungen möglich seien.

Wie berichtet wurde, deuten die bisher veröffentlichten Details darauf hin, dass TON eine "neue Art des Datenaustauschs" ermöglichen soll und von der firmeneigenen Kryptowährung der Plattform namens "Gram" unterstützt wird.

Wie im Mai 2018 berichtet wurde, hat der überwältigende Erfolg der Vorverkäufe von Telegram das Unternehmen dazu veranlasst, ein öffentliches ICO abzusagen, das für Ende des Jahres 2018 geplant war.

Trotz Gerüchten, dass der russische Milliardär und ehemalige Eigentümer des FC Chelsea Roman Abramovich das Projekt unterstützt haben soll, haben bisher nur zwei Unternehmer ihre Investitionen öffentlich bestätigt. Diese beiden sind der Mitbegründer des Zahlungsdienstes Qiwi Sergej Solonin und der Mitbegründer des Milchproduktriesen Wimm-Bill-Dann David Yakobashvili.

Nachdem berichtet wurde, dass TON im vergangenen Oktober zu "70 Prozent bereit" sei, verschärfte die iranische Regierung ihre Beschränkungen für die Messaging-App. Dabei erklärte sie, dass jegliche Zusammenarbeit mit der App an der Einführung ihres Gram-Token als ein Akt gegen die nationale Sicherheit und eine Störung der nationalen Wirtschaft betrachtet werde. Der Iran hat seit April 2018 eine Reihe von Verboten gegen Telegram eingeführt.

Die App wurde seit April 2018 auch in Russland, dem Geburtsort von Durov, verboten. Offiziell wurde angegeben, dass der Grund dafür Durovs Weigerung sei, die Verschlüsselungscodes der App in Übereinstimmung mit dem lokalen Telekommunikationsgesetz an Behörden weiterzugeben. Nach Angaben zum Zeitpunkt des Verbots kommen rund 10 Millionen Nutzer von Telegram aus Russland.