Tron bemüht sich um Einhaltung des japanischen Glücksspielverbotes

Die Blockchain-Plattform Tron will dezentralisierte Apps (DApps) mit Bezug zu Glücksspiel auf dem japanischen Markt unzugänglich machen, um der Gesetzeslage des Landes zu entsprechen. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die am 31. März veröffentlicht wurde.

Laut Pressemitteilung ist Tron darauf bedacht, die Gesetze der jeweiligen Länder einzuhalten, in denen die Plattform nutzbar ist. Dementsprechend möchte das Unternehmen nun dem japanischen Glücksspielverbot nachkommen, indem es für DApp-Entwickler eine Reihe von Empfehlungen formuliert.

So werden japanische Entwickler zunächst dazu aufgefordert, keinerlei Glücksspiel-DApps auf den Markt zu bringen. Des Weiteren werden internationale Glücksspiel-Unternehmen dazu aufgerufen, Nutzer mit japanischer IP-Adresse zu blocken. Der Zugang zu entsprechenden Inhalten soll in dem Land durch diese Maßnahmen gänzlich unterbunden werden.

Außerdem will Tron eng mit den japanischen Regierungsbehörden zusammenarbeiten und alle notwendigen Informationen weiterreichen, sollte es dennoch zu Verstößen kommen.

Mit TRX stellt Tron die elftgrößte Kryptowährung im Hinblick auf die Marktkapitalisierung. Das Unternehmen hat eine Blockchain-Plattform entwickelt, auf der verschiedenste DApps angeboten werden können. Die Plattform soll eine zentrale Anlaufstelle für entsprechende Programme sein, wodurch Nutzer nicht mehr in herkömmlichen App-Stores suchen müssen. Um das eigene Angebot zu erweitern, hat Tron zudem kürzlich den Blockchain-App Anbieter CoinPlay aufgekauft.

Dezentralisierte Apps, die sogenannten Apps, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie ähneln dabei handelsüblichen Apps, laufen allerdings über eine Blockchain. Damit können die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der Technologie auf unterschiedliche Weise nutzbar gemacht werden. Der Smartphone-Hersteller HTC hat vergangenen Monat angekündigt, zusammen mit dem Web-Browser Opera daran zu arbeiten, erste DApps auf den eigenen Smartphones einzubinden.  

Bloomberg hatte vor einigen Tagen berichtet, dass Ethereum (ETH) seine Marktherrschaft als führende Blockchain-Plattform langsam verliert, da Entwickler inzwischen auf die alternativen Angebote von EOS, Stellar und Tron ausweichen.

Tron will sich seinerseits verstärkt in der Videospielbranche aufstellen, so wurde letztes Jahr angekündigt, dass die Tochterfirma TRON Arcade in den nächsten drei Jahren 100 Mio. US-Dollar in den Markt für Blockchain-Gaming investieren soll.