USA: Krypto-Handelsplattformen benötigen künftig Lizenz der Börsenaufsicht SEC

Die US-Börsenaufsicht (SEC) verlangt ab sofort von allen Plattformen, die mit Digitalwährungen entsprechend der Definition von Wertpapieren handeln, eine Registrierung als Börse. Dies teilte die SEC am Mittwoch den 7. März in einer Erklärung mit.

Für Krypto-Börsen gelten damit künftig praktisch die gleichen Regeln wie für andere Börsen. Diese müssen sich daher entweder als Börse registrieren lassen wenn die SEC sie nicht explizit davon befreit.

In ihrer Bekanntmachung weist die SEC warnend darauf hin, dass viele Online-Handelsplattformen die sich selbst als Börse bezeichnen, bislang unreguliert seien, aber fälschlicherweise den Eindruck erwecken könnten, sie würden die geltenden Regulierungsbestimmungen erfüllen.

Die Mitarbeiter der SEC haben die Sorge, dass viele Online-Handelsplattformen von Investoren als durch die SEC anerkannt und reguliert betrachtet werden, auch wenn dies nicht der Fall ist, schreibt die SEC.

In der Bekanntmachung weist die SEC auch darauf hin, dass einige Online-Handelsplätze in Bezug auf die Akzeptanz von digitalen Vermögenswerten eigene Regeln und Standards nutzten, die von der SEC weder geprüft noch für gut befunden worden seien

Auch für Plattformen, die als sogenannte alternative Handelssysteme (Alternative Trading Systems, ATS) operierten, seien die Regulierungsbestimmungen gültig, so die SEC. Börsen dieser Art müssten sich bei der SEC als Broker registrieren und einem Verband zur Selbstregulierung (self-regulatory organization, SRO) anschließen.

Die Registrierung als Broker unterwirft das ATS einer Vielzahl von regulatorischen Anforderungen, wie z.B. der Anforderung, angemessene Richtlinien und Verfahren zu haben, um den Missbrauch von wesentlichen nicht-öffentlichen Informationen, Büchern und Aufzeichnungen zu verhindern, und Regeln zur finanziellen Verantwortung, einschließlich, soweit zutreffend, Anforderungen bezüglich des Schutzes und der Verwahrung von Kundengeldern und Wertpapieren, schreibt die SEC.

Die SEC führt nach eigener Aussage die neuen Regulierungsbestimmungen ein, um Investoren vor Betrug zu schützen und um Betrug und manipulative Handelspraktiken zu unterbinden. Die Behörde bietet Krypto-Börsen Unterstützung bei der Implementierung neuer Technologien an, um deren Konformität mit dem Wertpapierrecht sicherzustellen.

Im Februar 2018, hatte SEC-Chef Jay Clayton bei einer gemeinsamen Anhörung der SEC und der Commodities and Futures Trading Commission (CFTC) im US-Senat versprochen, eine intelligente und pragmatische Regulierung für Investoren von Bitcoin und Ethereum einzuführen, und gleichzeitig strengere Regeln für Initial Coin Offerings (ICOs) zu erlassen.

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