Börsenaufsicht SEC beantragt erneutes Verfahren gegen Bitcoin-Betrüger

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den Bitcoin-Betrüger Renwick Haddow beantragt, da dieser die von der Behörde geforderten Strafzahlungen noch nicht beglichen hat.

Den entsprechenden Antrag, zur Wiederaufnahme des Verfahrens, hat die SEC am 6. Dezember beim Bezirksgericht von Süd-New York eingereicht. Vergangenes Jahr hatte die Börsenaufsicht Haddow zur Last gelegt, Bitcoin-Anleger um mehr als 37 Mio. US-Dollar betrogen zu haben. Im Juni 2019 hatte ihn ein Gericht auch deswegen schuldig gesprochen.

Bitcoin-Betrüger muss erneut vor Gericht

Wie es in dem neuen Antrag heißt, hatte das Gericht am 10. September 2019 eine Einigung mit Haddow erzielt, weshalb der Fall am 5. Dezember geschlossen wurde.

Die Börsenaufsicht moniert nun allerdings, dass die von ihr geforderten Strafzahlungen durch die Schließung des Falles jedoch unter den Tisch fallen würden. Mit dem Antrag will die Behörde nun erreichen, dass es entweder eine weitere Einigung mit Haddow gibt oder dass die Einholung der Zahlungen gänzlich neu verhandelt wird.  

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, wurde Haddow vergangenes Jahr von Marokko an die USA ausgeliefert, woraufhin er einem Gericht in Manhattan vorgeführt wurde. Die Staatsanwaltschaft warf ihm damals vor, „Gelder von Anlegern veruntreut zu haben“ sowie Anleger durch die betrügerischen Projekte Bitcoin Store, Bar Works und weitere „bewusst in die Irre geführt“ zu haben.

Kryptowährungen werden immer mehr zur Streitsache

Im November hatte das Bezirksgericht von Süd-New York in einem ähnlichen Fall entschieden, dass sich die Staatsanwaltschaft einer zivilrechtlichen Klage gegen Jon Barry Thompson anschließen darf, dem vorgeworfen wird, „Bitcoin-Anleger bewusst getäuscht und damit um mehr als 7 Mio. US-Dollar betrogen zu haben“.  

In einem weiteren Fall hat Dennis Blieden, ein ehemaliger Manager einer in Hollywood ansässigen Marketingfirma, eingestanden, Gelder seiner Mitarbeiter in Höhe von 22 Mio. US-Dollar veruntreut zu haben, um damit Kryptowährungen zu kaufen und Glücksspiel zu betreiben.