Krypto und Glücksspiel: Ehemaliger Manager räumt Millionenbetrug ein

Ein ehemaliger Manager eines digitalen Marketing-Unternehmens in Hollywood hat zugegeben, 22 Mio. US-Dollar von seinem Arbeitgeber unterschlagen zu haben, um damit digitale Währungen zu kaufen.

Die kalifornische Staatsanwaltschaft hat am 22. November bekanntgegeben, dass Dennis Blieden sich wegen Überweisungsbetrugs und Identitätsdiebstahls schuldig bekannt habe. Blieden unterschlug über 22 Mio. US-Dollar von seinem Arbeitgeber und hat das Geld zum Kauf von Kryptowährungen, Glücksspiel und persönliche Ausgaben verwendet.

Missbrauch von Befugnissen

Damals war Blieden bei der StyleHaul Inc. tätig. Das ist eine digitale Marketing-Agentur, die "Influencer" auf sozialen Netzwerken vertritt. Dort war Blieden als Controller und Vizepräsident im Bereich Buchhaltung und Finanzen tätig. Bliedens Position verschaffte ihm Zugang und Kontrolle über die Bankkonten der Firma.

Vom Oktober 2015 bis März 2019 stahl Blieden 1,2 Mio. US-Dollar, um persönliche Schecks an Pokerspieler auszustellen. Er hat mit 1,1 Mio. US-Dollar seine Kreditkartenrechnungen abbezahlt und 8,4 Mio. US-Dollar auf seine Kryptowährungskonten überwiesen. In der Mitteilung heißt es weiterhin:

"Um seine Taten zu vertuschen, fälschte Blieden Einträge in den Buchhaltungsunterlagen von StyleHaul und gab an, dass die illegalen Überweisungen autorisierte Zahlungen an StyleHaul-Kunden seien. Blieden hat bei einem der Bankkonten von StyleHaul auch angegeben, dass Überweisungen auf das persönliche Bankkonto von Blieden "Eigenkapital" seien, das das Unternehmen ihm schuldete. [...] Blieden schrieb fiktive Überweisungsbriefe, die von Western Union stammen sollen und so geschrieben waren, dass es schien, als hätte er die Überweisungen im Namen von StyleHaul veranlasst. Das Geld soll an einen Kunden gegangen sein, dem das Unternehmen noch Geld schuldig gewesen sein soll."

Blieden droht nun eine Höchststrafe von 22 Jahren im Bundesgefängnis.

Andere aktuelle Krypto-Betrugsfälle

Anfang November entschied das Bezirksgericht New York Süd, dass die US-Regierung in ein Zivilverfahren gegen Jon Barry Thompson eingreifen darf. Thompson, der aus Easton im US-Bundesstaat Pennsylvania stammt, wird vorgeworfen, "bewusst oder auf rücksichtslose Weise einen mutmaßlichen Kauf von Bitcoins im Wert von über 7 Mio. US-Dollar gegenüber Kunden falsch dargestellt" zu haben.

Letzten Monat musste der CEO der Blockchain-Firma Veritaseum LLC aus Delaware und der Veritaseum Inc. aus New York Reggie Middleton in einem Wertpapierbetrugsfall nach einem Gerichtsbeschluss 8,4 Mio. US-Dollar an Gewinnen wieder abgeben.