BaFin warnt vor Betrug durch Kleinwort Consulting und loyalcoins.de

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 29. Januar eine Warnung vor dem um deutsche Kunden werbenden Beratungsunternehmen Kleinwort Consulting veröffentlicht.

Die Firma, welche ihren Sitz mit Brüssel in Belgien angebe, “trete sowohl über ihre Webseite www.kleinwortcolsulting.com, welche die Vermögensverwaltung zum Gegenstand hat, als auch über die Webseite www.loyalcoins.de, welche die Anlage in Bitcoins beinhaltet, unaufgefordert an Personen mit Sitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland heran, um diesen ihre Dienstleistungen anzubieten.”

Wie die BaFin weiter schreibt, macht das Unternehmen zudem falsche Angaben zu seiner Geschäftstätigkeit und behauptet in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, dass es ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) sei und eine Erlaubnis nach § 32 KWG habe, was jedoch nicht zutreffe.

Unter loyalcoins.de bewirbt die Kleinwort Consulting sogenannte Krypto-Anleihen, nach ihren Angaben festverzinsliche Wertpapiere “kurz- bis mittelfristiger Kapitalbeschaffung basierend auf der Blockchain” für Anlagebeträge von 2.000, 5.000 oder 50.000 Euro.

Das Unternehmen gibt dort vor, dass jede einzelne Krypto-Anleihe bis 100.000 Euro über die EU-Einlagensicherung und bis eine Million Euro über den englischen Versicherer Lloyds abgesichert sei. Die versprochenen Renditen sollen dabei zwischen 3,2 und 5,4 Prozent monatlich betragen, ein für sichere, festverzinsliche Anleihen unrealistischer Wert.

Die Informationskampagne der BaFin zu mutmaßlichen Kryptobetrügern geht damit weiter. Zuletzt hatte die Finanzmarktaufsicht vor den Unternehmen Bitcoin TradeRobot, Crypto Code, CFDPremium und Bitcoin Victory gewarnt.