Kursanalyse, 25. Februar: Bitcoin, Ethereum, Ripple, EOS, Litecoin, Bitcoin Cash, Stellar, Tron, Binance Coin, Cardano

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

Eine Bodenbildung nach einem langen Bärenmarkt ist kein linearer Prozess. In verschiedenen Abständen werden wir wahrscheinlich Kauf- und Verkaufsschübe zu sehen bekommen, wenn die Bullen und Bären jeweils versuchen, ihre Dominanz zu etablieren. Nach einer Erholung von den Tiefstständen, als es so aussah, als hätten sich die Bären ergeben, kam der Einbruch am 24. Februar. Innerhalb weniger Minuten ist die Gesamtmarktkapitalisierung dabei um etwa 15 Mrd. US-Dollar (13,2 Euro) gesunken.

Ein solcher Verkaufsschub ist nicht immer auf grundlegende Nachrichten oder Ereignisse zurückzuführen. Technische Faktoren, wie etwa die Buchung von Gewinnen in der Nähe eines starren Widerstandes und die Eröffnung von Short-Positionen durch aggressive Bären können ebenfalls zu einem so starken Rückgang führen. Während wir im Laufe der Bodenbildung eine Volatilität erwarten, konzentrieren wir uns weiterhin auf die positiven fundamentalen Entwicklungen. Je länger die Märkte die fundamentalen Grundlagen ignorieren, desto stärker wird der letztendliche Ausbruch sein.

Nach Venezuela plant nun auch Russland die Einführung einer Öl-gestützten Kryptowährung. Die OPEC prüft zusammen mit Russland die Möglichkeit, ihre Energiegeschäfte in Krypto statt in Petrodollar abzuwickeln. Wenn das geschieht, würde das den Kryptomärkten einen großen Schub geben. Wenn ein Staatschef die Blockchain-Technologie unterstützt und sie den Regierungschefs anderer Länder empfiehlt, zeigt das, dass die Zeit dieser Technologie gekommen ist.

BTC/USD

Die Erholung bei Bitcoin (BTC), die bei 3.355 US-Dollar (2.952 Euro) begann, konnte nicht über den kritischen Widerstand bei 4.255 US-Dollar (3.744 Euro) klettern. Die Bären schritten am 25. Februar ein und hoben den Kurs wieder auf den 20-Tages-EMA. Die Abwärtstrendlinie, die zuvor als steifer Widerstand diente, sollte nun als starke Unterstützung fungieren.

Wenn der Kurs von den aktuellen Niveaus aus zurück nach oben springt, werden die Bullen wieder versuchen, über 4.255 US-Dollar (3.744 Euro) auszubrechen. Wenn das gelingt, signalisiert das eine Doppelbodenbildung, bei der das Musterziel bei 5.273,91 US-Dollar (4.640 Euro) liegt. Trader können ihre Long-Positionen mit einem Stop-Loss knapp unter 3.236,09 US-Dollar (2.847,19 Euro) schützen.

Wenn die Bären das BTC/USD-Paar allerdings unter die Abwärtstrendlinie sinken lassen, kann es erneut auf 3.355 US-Dollar (2.952 Euro) fallen. Sollte die Unterstützung nicht halten, liegt die nächste Unterstützung weiter unten bei 3.236,09 US-Dollar (2.847,19 Euro). Darunter wird sich der Abwärtstrend wieder fortsetzen.

Derzeit sind beide gleitenden Durchschnitte flach und der RSI liegt nahe der Mitte, was in naher Zukunft auf eine Konsolidierung hindeutet. Die Kursbewegung der nächsten Tage wird uns einen besseren Einblick darüber vermitteln, ob die niedrigeren Niveaus angenommen wurden oder ob damit nur schwächere Hände aussortiert werden.

ETH/USD

Ethereum (ETH) hat am 24. Februar einen Sturzflug hingelegt, nachdem er den Überkopfwiderstand bei 167,32 US-Dollar (147,21 Euro) überwunden hatte. Wir hoffen, dass Trader bei der Hälfte ihrer Long-Positionen Gewinne gebucht haben, wie wir vorgeschlagen hatten.

Der Rückgang am 24. Februar hat den Zuwachs der letzten sechs Tage wieder zunichte gemacht. Das zeigt das Ausmaß dieses heftigen Sturzes. Das ETH/USD-Paar versucht von der kritischen Unterstützung bei 134,50 US-Dollar (118,34 Euro) aus, zurück nach oben zu springen. Auch der 20-Tages-EMA befindet sich in der Nähe, so dass dieses Niveau durchaus Bedeutung hat.

Wenn dieses Niveau nicht gehalten werden kann, signalisiert das Schwäche und wird weitere Verkäufer anlocken. Unterhalb von 134,50 US-Dollar (118,34 Euro) ist ein Rückgang auf 116,30 US-Dollar (102,32 Euro) wahrscheinlich. Daher können Trader ein Stop-Loss-Limit bei 125 US-Dollar (109,98 Euro) für die verbleibenden Hälfte der Position beibehalten.

Wir wollen die Position auf dem aktuellen Niveau nicht schließen, denn wenn es den Bullen gelingt, die Unterstützung zu verteidigen, werden sie einen weiteren Versuch unternehmen, über 177,32 US-Dollar (156,01 Euro) auszubrechen.

XRP/USD

Ripple (XRP) schloss am 23. Februar über dem Überkopfwiderstand bei 0,33108 US-Dollar (0,2915 Euro) und löste damit unsere Kaufempfehlung aus. Bereits am nächsten Tag kehrte die digitale Währung jedoch um und fiel unter die beiden gleitenden Durchschnitte. Sie versucht derzeit, die unmittelbare Unterstützung bei 0,29282 US-Dollar (0,2578 Euro) zu halten.

Beide gleitenden Durchschnitte sind flach und der RSI liegt knapp über 50. Das deutet auf ein Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern hin. Trader können ihr Stop-Loss-Limit bei knapp unter 0,27795 US-Dollar (0,2447 Euro) setzen.

Wenn das XRP/USD-Paar auf dem aktuellen Niveau Unterstützung erhält, wird es erneut versuchen, über 0,33108 US-Dollar (0,2915 Euro) auszubrechen. Wenn es jedoch unter 0,29282 US-Dollar (0,2578 Euro) fällt, kann es auf die nächste Unterstützung bei 0,27795 US-Dollar (0,2447 Euro) rutschen, die dann allerdings halten sollte. Wenn wir in den nächsten Tagen keine Anzeichen von Käufern sehen, könnten wir vorschlagen, die Position zu schließen.

EOS/USD

EOS erreichte am 23. Februar unser Ziel bei 4,4930 US-Dollar (3,9556 Euro). Er blieb jedoch nicht auf diesem Niveau und kehrte schnell um. Der Rückgang war stark, da er schnell unter die Unterstützung bei 3,8723 US-Dollar (3,4092 Euro) fiel. Wir hoffen, dass Trader ihre Gewinne auf die Hälfte ihrer Long-Positionen geschützt haben, wie wir es in der vorhergehenden Analyse empfohlen hatten.

Derzeit versucht das EOS/USD-Paar, sich an der Unterstützung am 20-Tages-EMA zu halten, der nach oben tendiert. Wenn das gelingt, wird es erneut versuchen, über 3,8723 US-Dollar (3,4092 Euro) auszubrechen.

Wenn die Bären es allerdings schaffen, unter den 20-Tages-EMA zu kommen, kann sich der Rückgang bis auf den 50-Tages-SMA erstrecken. Wenn diese Unterstützung auch durchbrochen wird, kann das Paar bis auf die kritische Unterstützung bei 2,1733 US-Dollar (1,9134 Euro) rutschen. Daher können Trader ein Stop-Loss-Limit bei der verbleibenden Position bei 2,90 US-Dollar (2,55 Euro) setzen.

LTC/USD

Litecoin (LTC) kehrte am 24. Februar von knapp über 53 US-Dollar (46,63 Euro) um. Der Fall war heftig und die Unterstützung bei 47,2460 US-Dollar (41,5953 Euro) wurde schnell durchbrochen. Wir hoffen, dass Trader enganliegende Stop-Loss-Limits auf der Hälfte ihrer Long-Position gesetzt und Gewinne gebucht haben, wie wir vorgeschlagen hatten.

Derzeit versuchen die Bullen, den 20-Tages-EMA zu halten. Wenn das gelingt, wird das LTC/USD-Paar erneut versuchen, über 47,2460 US-Dollar (41,5953 Euro) zu klettern. Wenn die Unterstützung nachgibt, kann das Paar jedoch auf den 50-Tages-SMA rutschen. Wenn auch diese Unterstützung durchbrochen wird, wird sich der Trend zugunsten der Bären entwickeln. Somit können Trader ihre Stop-Loss-Limits auf der verbleibenden Position bei 40 US-Dollar (35,19 Euro) setzen.

Beide gleitenden Durchschnitte flachen ab und der RSI ist auf fast 50 gefallen. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich in naher Zukunft eine Spanne bildet.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) hat versucht, seine Erholung am 23. Februar noch auszuweiten. Doch der starke Rückgang am 24. Februar hat ihn zurück auf die gleitenden Durchschnitte sinken lassen.

Derzeit versuchen die Bullen, die flachen gleitenden Durchschnitte zu halten. Der RSI liegt ebenfalls nahe bei 50. Wenn die Unterstützung bei den gleitenden Durchschnitten hält, kann sich das Paar für einige Tage zwischen 125 US-Dollar (110 Euro) und 160 US-Dollar (141 Euro) konsolidieren.

Unsere Einschätzung ist hinfällig, wenn die Bären das BCH/USD-Paar unter die gleitenden Durchschnitte sinken lassen. Das würde zu einem Rückgang auf 105 US-Dollar (92 Euro) führen. Trader, die auf unsere Empfehlung hin Long-Positionen eröffnet haben, können ihre Positionen mit einem Stop-Loss bei 116 US-Dollar (102 Euro) halten.

XLM/USD

Nach dem Anstieg über den 50-Tages-SMA am 23. Februar kehrte Stellar (XLM) am nächsten Tag um und rutschte unter den 20-Tages-EMA. Wenn der Kurs unter dem 20-Tages-EMA bleibt, kann er auf 0,0750 US-Dollar (Euro) und darunter auf das Tief von 0,07256747 US-Dollar (0,0639 Euro) fallen.  

Starke Widerstände dienen nach einem Anstieg über diese als Unterstützung. Somit dürfte die Abwärtstrendlinie als starke Unterstützung fungieren. Wenn das XLM/USD-Paar von dieser Unterstützung aus wieder zurück nach oben springt, wird es erneut versuchen, über den 50-Tages-SMA zu klettern.

Beide gleitenden Durchschnitte flachen ab und der RSI liegt nahe der Mitte. Wir gehen daher davon aus, dass es in den nächsten Tagen zu einer Konsolidierung kommen wird. Da sich das Paar noch immer in der Näher seiner Jahrestiefststände befindet, werden wir auf eine Trendwende warten, bevor wir hier einen Handel vorschlagen.

TRX/USD

Tron (TRX) erreichte den Überkopfwiderstand bei 0,02815521 US-Dollar (0,0248 Euro) am 24. Februar, knickte dann aber stark von dort aus nach unten ab. Der Rückgang löste unseren vorgeschlagenen Stop-Loss für Long-Positionen bei 0,0230 US-Dollar (0,0202 Euro) aus.

Derzeit versuchen die Bullen erneut, über die gleitenden Durchschnitte und die Abwärtstrendlinie