Krypto-Reporter: Brexit und Aprilscherz als möglicher Katalysator für Krypto-Rallye

Der Hongkonger Krypto-Reporter Eric Lam glaubt, dass keine der Theorien in der Kryptobranche, die die aktuelle Erholung auf den Kryptomärkten erklären sollen, wirklich gut sei. Lam sprach am 3. April mit Bloomberg über dieses Thema.

Am 2. April, kurz nach der Öffnung der asiatischen Märkte, schoss der Bitcoin-Kurs (BTC) unerwartet um 20 Prozent in die Höhe. Die weltweit führende Währung hat zum ersten Mal seit November 2018 die Marke von 4.450 Euro erreicht. Auch die großen Altcoins haben zweistellige Zuwächse verzeichnet.

Lam habe das Wachstum ironischerweise auf einen Aprilscherz zurückgeführt, bei dem behauptet wurde, dass die US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) endlich einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) genehmigt habe. CNBC nannte diesen Scherz ebenfalls als möglichen Katalysator für die BTC-Rallye.

Der Reporter war auch der Meinung, dass Krypto-Investoren nun Coins kaufen könnten, da der Markt Anzeichen einer Erholung aufweist. Das würde die Kurse weiter wachsen lassen.

Außerdem schloss sich Lam einer zuvor geäußerten Theorie an, derzufolge einige Investoren vor dem Brexit, zu dem es Mitte April kommen soll, ihre Pfund in Bitcoin umtauschen.

Lam ist auch der Meinung, dass der Anstieg auf den algorithmischen Handel zurückgeführt werden könnte. Wie Bloomberg in einem weiteren Artikel über die so genannte Krypto-Renaissance erklärte, soll eine mysteriöse Order in Höhe von 20.000 BTC (bei Redaktionsschluss rund 89 Mio. Euro), die auf die US-Kryptobörsen Coinbase und Kraken sowie der Luxemburger Börse Bitstamp verteilt worden sei, Trading-Bots zum Handeln veranlasst haben.

Bei Redaktionsschluss wächst Bitcoin weiter und liegt laut CoinMarketCap bei etwa 4.672 Euro.