Coinbase muss sich doch wegen Insiderhandel vor Gericht verantworten

Nutzer, die eine Sammelklage gegen die US-Kryptobörse und den Wallet-Anbieter Coinbase eingereicht hatten, können ihr Anliegen am 31. Januar 2019 vor Gericht vorbringen, wie am 20. November eingereichte Dokumente bestätigen.

Die Klage, die Jeffery Berk Anfang dieses Jahres eingereichte, um sich mit dem angeblichen Insiderhandel von Bitcoin Cash (BCH) unter den Coinbase-Amtsträgern im Jahr 2017 zu befassen, hatte es zunächst nicht bis zu einem Gerichtsverfahren geschafft.

Wie Cointelegraph berichtete, hatte Bezirksrichter Vince Chhabria Berks die Klage abgewiesen, weil der Kläger die von Coinbase zu leistenden Pflichten nicht ausreichend dargelegt hatte.

Eine überarbeitete Version der Klage konzentriert sich nun darauf, dass die Börse angeblich mit ihren eigenen Kotierungsregeln in Konflikt geraten war.

"Der plötzliche Start (von BCH) war effektiv Teil eines Angriffs von Coinbase und (CEO Brian Armstrong), um den Preis von BTC zu drücken und den Preis von BCH zu erhöhen, um mehr Transaktionen und eine höhere Rentabilität für Coinbase zu erreichen", so die neue Argumentation.

Coinbase muss bis zum 20. Dezember und damit noch vor der ersten Anhörung im Januar antworten.

Im September hatte Chhabria behauptet, dass Coinbase den BCH-Rollout "vermasselt" habe, erwägte aber bereits, Berks Klage mit der Möglichkeit zur Abänderung abzulehnen.

Das Unternehmen hatte eine interne Untersuchung zum Thema Insiderhandel durchgeführt und war im Juli zu dem Schluss gekommen, dass keine solche Aktivität stattgefunden habe.

Die neuesten Anschuldigungen tragen zur negativen Publicity bei, mit der BCH aktuell konfrontiert ist. Eine umstrittener Hard Fork vom 15. November hatte eine große Marktvolatilität und einen Kettensplit ausgelöst.

Die Auswirkungen der Divergenz der Altcoin in zwei konkurrierende Kryptowährungen dauern an, wobei eine davon, Bitcoin Cash SV, nach der Blockchain-Reorganisation am 21. November auf bis zu 32 US-Dollar an Wert abrutschte.