Longfins Firmenaktien fallen 30 Prozent nach Ermittlungsankündigung der SEC

Nach der Ankündigung, dass die US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) die Geschäfte der Fintech-Firma Longfin untersuchen wird, fiel der Aktienpreis des Unternehmens um 30 Prozent, wie CNBC am 3. April berichtete.

Longfin legte die Investigation in einem öffentlichen 10-K-Bericht an die SEC vom 2. April offen. Longfin Aktien schlossen heute 30,89 Prozent unter Wert, bei 8,0541 Euro pro Aktie (9,89 US-Dollar). Damit ist der Aktienwert dieses Jahr um 82,43 Prozent gefallen.

Longfin ist eine NASDAQ-gelistete Fintech-Firma, deren Marktkapitalisierung innerhalb von 2 Tagen im letzten Dezember um mehr als 1.000 Prozent durch die Decke ging, nach dem Aufkauf von Ziddu.com, einem Spezialisten für Smart Contracts und Mikrokredit-Vergabe durch die Nutzung von Blockchain-Technologien.

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LFIN Stock Chart Dec. 2017-April 2018

Quelle: nasdaq.com

Die Vollstreckungsabteilung der SEC teilte Longfin am 5. März mit, dass sie den Handel mit den Aktien des Unternehmens untersuchen werde und verlangte Unterlagen zum Börsengang und zum Erwerb von Ziddu.com. Longfin betont die Intention zur absoluten Kooperation im Zuge der SEC-Untersuchung in dem 10-K-Report:

"Wir sind dabei, auf diese Dokumentenanfrage zu reagieren und werden im Zusammenhang mit der Untersuchung mit der SEC zusammenarbeiten. Während die SEC versucht, festzustellen, ob es Verstöße gegen die Bundeswertpapiergesetze gegeben hat, bedeutet die Untersuchung nicht, dass die SEC zu dem Schluss gekommen ist, dass gegen das Gesetz verstoßen wurde."

Auch der Geschäftsführer von Longfin Venkat Meenavalli kommentiere den enormen Sprung im Aktienwert letzten Dezember und musste anerkennen: "Diese Marktkapitalisierung ist einfach nicht gerechtfertigt. Ich habe meine Börsennotierung mit 5 US-Dollar bewertet." Meenavalli fügt hinzu: "Wir sind eine profitable Firma... Wir haben nichts mit dieser euphorischen Manie zu tun."

Im Januar 2018 hatte die SEC angekündigt, dass sie härter gegen Unternehmen vorgehen werde, die die öffentliche Begeisterung für Blockchain-Technologien zur Manipulation von Aktienpreisen ausnutzen. 

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