Indien schickt Beamte für Krypto- und ICO-Studien in die USA, Japan und die Schweiz

Die Securities and Exchange Board of India (SEBI), eine Regulierungsbehörde in Indien, schickt ihre Beamten in andere Länder, um Kryptowährungen und Initial Coin Offerings (ICO) zu studieren, wie sie in ihrem Jahresbericht für das Jahr 2017-18 verkündet.

Der indische Regulator berichtet, dass Autoritäten bereits "Forschungstrips" unternommen haben, speziell um Kryptowährungen und ICOs an Japans Finanzdienstleistungsagentur, der britischen Financial Conduct Authority (FCA) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu studieren.

Die Studienreisen nach Übersee fanden statt, um den "Beamten zu helfen, sich mit den internationalen Regulierungsbehörden auszutauschen und ein tieferes Verständnis für die Systeme und Mechanismen zu erlangen", heißt es in dem Dokument.

Der Bericht ist nicht die erste Interessensbekundung von indischen Autoritäten an der Art und Weise, wie andere Länder Kryptowährungen angehen. Die Notenbank Indiens (RBI) beispielsweise veröffentlichte ebenfalls ihren Jahresreport 2017-18, in welchen die Autoritäten auf verschiedene Arten von Krypto-Regulationen weltweit aufmerksam machen, wobei sie sich speziell auf Japan und Südkorea fokussieren.

Wie Cointelegraph am 30. August unter Bezugnahme auf den Jahresreport berichtete, debattiert die RBI derzeit die Möglichkeit, eine Rupien-gestützte digitale Zentralbankwährung aufzugeben.

Der SEBI-Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer umstrittenen RBI-Entscheidung, die am 5. Juli in Kraft trat und ein Verbot für Banken zur Handhabung von Krypto-bezogenen Unternehmungen und Personen impliziert.

Der Oberste Gerichtshof Indiens hielt die Einschränkungen für die RBI bis zur Anhörung im Juli aufrecht, welche inzwischen auf den 11. September verlegt wurden. Das Gericht entschied sich auch gegen eine zeitweise Ausnahme von dem Verbot für die betroffenen Entitäten in der Zwischenzeit.