Indien: Regierungsausschuss schlägt Krypto-Verbot vor

Ein Ausschuss der indischen Regierung hat vorgeschlagen, ein gesetzliches Verbot für Kryptowährungen einzuführen. Dies berichtete das englischsprachige Nachrichtenportal CNBC TV 18 am 7. Dezember.

In dem entsprechenden Artikel heißt es, unter Berufung auf eine anonyme Quelle, dass „der Ausschuss kategorisch alle Kryptowährungen als illegal einstufen will“, wobei „jegliche Aktivitäten, die mit Kryptowährungen in Verbindung stehen, ebenfalls darunterfallen“.

CNBC TV 18 gibt an, dass die indische Regierung den Ausschuss ins Leben gerufen habe, um rechtliche „Normen“ für Digitalwährungen zu gestalten. Die Leitung des Ausschusses lag bei Subhash Chandra Garg, dem Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums, der den Abschlussbericht allerdings Finanzminister Arun Jaitley vorlegen musste.  

Die Diskussion über die Legalität von Kryptowährungen hatte in Indien im April begonnen, als die indische Zentralbank bekanntgab, dass sie für Personen oder Unternehmen, die mit Krypto in Verbindung stehen, keinerlei Dienstleistungen mehr anbieten wolle. Daraufhin hatten elf Firmen beim obersten Gerichtshof Klage gegen die Zentralbank eingereicht, eine endgültige Entscheidung steht jedoch bis heute aus.

Wie Cointelegraph im November berichtet hatte, arbeitet die indische Regierung ebenfalls an einem Gesetzesentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen, der diesen Monat noch veröffentlicht werden soll.

Die derzeitige Lage in Indien gestaltet sich schwierig für Krypto-Unternehmer, so wurden im November die Entwickler eines indischen Bitcoin „Geldautomaten“ festgenommen und angeklagt.

Obwohl die genauen Vorwürfe noch unbekannt sind, vermuten Medien, dass diese auf verbrecherisches Handeln, Betrug und Fälschung lauten. Die verhafteten Personen sind Mitbegründer der ersten indischen Kryptobörse Unocoin.

Der große Wirtschaftsprüfer Ernst & Young (EY) hatte kürzlich hingegen angekündigt, dass man 2.000 neue Angestellte in Indien suchen würde, um das digitale Dienstleistungsangebot auszuweiten, wobei es sich hauptsächlich um Künstliche Intelligenz (K.I.) und Blockchain handeln soll.