John McAfee: „Behörden dürfen Firmen nicht zum Kampf gegen Krypto-Verbrechen zwingen“

John McAfee ist der Meinung, dass Krypto-Unternehmen nicht dazu verpflichtet werden sollten, Krypto-Kriminalität zu bekämpfen. Die entsprechenden Äußerungen machte er am 11. November gegenüber der Washingtoner Nachrichtenagentur The Hill.

Demnach lehnt McAfee es ab, dass Krypto-Unternehmen von den Aufsichtsbehörden dazu aufgefordert werden, gegen die illegale Nutzung von Kryptowährungen vorzugehen. Vielmehr hofft er, dass „der gesellschaftliche Mehrwert“, den Kryptowährungen schaffen, indem sie die Menschen „unabhängig und frei von korrupten Regierungen machen“, letztendlich höher wiegt, „als was Kleinkriminelle mit dieser Technologie anstellen“. Dahingehend ergänzt er:

„Sie können mich als Unternehmer nicht dafür verantwortlich machen. Sie können von mir nicht verlangen, dass ich ihnen dabei helfe, etwaige Verbrechen, die in der Zukunft liegen, zu verhindern.“

Wie Cointelegraph letzten August berichtete, hat die amerikanische Strafverfolgungsbehörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (FinCEN) einen Anstieg an verdächtigen Krypto-Aktivitäten festgestellt, wobei deren Anzahl mittlerweile bei mehr als 1.500 pro Monat liegt.

Branche nimmt Kampf gegen Krypto-Verbrechen an

Obwohl McAfee eine Verantwortlichmachung von Krypto-Unternehmen kategorisch zurückweist, zeigen sich andere Teilnehmer der Branche kooperativer, was den Kampf gegen Krypto-Verbrechen angeht.

So haben die Blockchain-Analysten von Chainalysis jüngst ein Warnprogramm auf den Markt gebracht, das verdächtige Transaktionen bei 15 großen Kryptowährungen feststellen kann. Dadurch sollen Kryptobörsen und Finanzdienstleister in der Lage sein, etwaige Risiken schon frühzeitig zu erkennen.

Laut einer Studie von Chainalysis, die im Frühling veröffentlicht wurde, nutzen 64% aller Erpressungstrojaner (Ransomware) Kryptowährungen, um die von ihren Opfern erpressten Gelder „reinzuwaschen“.

Im August hat eine weitere Chainalysis Studie wiederum ergeben, dass lediglich 8,1% der auf Krypto-Mixing-Plattformen verwalteten Gelder aus illegalen Aktivitäten stammen.